AfD Veranstaltung im Hofbräukeller

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Die AfD hielt am Freitag den 13. Mai eine Veranstaltung im Münchner Hofbräukeller ab. Neben der AfD Spitzenkandidatin Frauke Petry nahmen an der Veranstaltung mehrere Akteur*innen der extremen Rechten teil.

Der Tag begann vor der AfD Veranstaltung mit einer Kundgebung, der Vereinigung Bayern ist frei am Wiener Platz. Diese bestand hauptsächlich aus den (ehemaligen) Pegida Aktivist*innen Stefan Werner (Pro Deutschland, früher NPD, Pegida München), Hartmut Pilch (Pegida München Redner) und Susanne Andrea H. (Pegida München Rednerin, Pegida Bregenz Organisatorin). Insgesamt kamen lediglich 5 Teilnehmer*innen zur Kundgebung, die von den zahlreichen Gegendemonstrant*innen übertönt wurde. „AfD Veranstaltung im Hofbräukeller“ weiterlesen

Pegida München – Suche nach den Brandstiftern

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Der montägliche Pegida „Spaziergang“ am 4. April startete auch in dieser Woche vor dem Reiterdenkmal am Odeonsplatz. Obwohl der Brandanschlag auf das Pegida Auto die Gemüter erhitzt hatte, kamen lediglich rund 150 Pegida Teilnehmer*innen. Auf der Gegenseite demonstrierten weit über 300 Münchner*innen.

Hauptthema der Redebeiträge war in dieser Woche, wie zu erwarten, der „Brandanschlag“ auf das Pegida München Auto in der Nacht vom 28. März, bei dem das Fahrzeug nahezu vollständig zerstört wurde. Pegida hat in der Zwischenzeit ein neues Fahrzeug beschafft, das nach Pegida-Angaben ein ehemaliges ausgemustertes Polizeifahrzeug ist. Obwohl es keine Hinweise auf die Täter*innen gibt, sind die „geistigen Brandstifter*innen“ für die Pegida Redner längst klar.

Wahlweise sind es Mitglieder des a.i.d.a.-Archivs, die Leiterin der Fachstelle gegen Rechtsextremismus Miriam Heigel, die Facebookseite München Nazifrei oder der Münchner Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) höchst persönlich. „Pegida München – Suche nach den Brandstiftern“ weiterlesen

Blockaden verkürzen Pegida Demo

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Pegida München marschierte am Montag den 14. März vom Odeonsplatz entlang der Ludwigstraße zum Siegestor und zurück. Zahlreiche Blockadeversuche zwangen die Pegida Anhänger immer wieder, ihren Marsch zu unterbrechen. Mehr als 300 Münchner*innen demonstrierten gegen den Pegida Aufmarsch.

Pegida München versammelte sich wie jeden Montag vor dem Reiterdenkmal am Odeonsplatz. Als Redner sprach unter anderem der AfD Politiker Thomas Fügner. Wie in den letzten Wochen stellte ein Pegida Demonstrant ein europäisches Land vor, um zu zeigen welche „großartige Kulturen“ es bereits in Europa gibt. Man hatte sich diesmal für Italien entschieden. So sprach der Redner von einer Symbiose zwischen Deutschen und Italienern, denn man würde sich hervorragend ergänzen.

Wie solch eine Symbiose dann tatsächlich aussieht, lässt sich mit einem Rückblick auf die jüngere Geschichte nachvollziehen. Denn während des 2. Weltkriegs bildete Italien zusammen mit Deutschland die „Achse Berlin–Rom“, eine besondere Form der „Symbiose“, die Europa am Ende in den Abgrund stürzen sollte.

Erneut nahm auch der neonazistische Multiaktivist Roland Wuttke (NPD, Die Rechte, Der III. Weg) an der Pegida Demonstration teil. Im Februar war dieser noch als Referent bei einer Vortragsveranstaltung in Berlin aufgetreten, bei der auch die Holocaustleugnerin Ursula Haverbeck einen Vortrag hielt. Vor Ort soll Sie nach Informationen des NDR Magazins Panorama erneut den Holocaust geleugnet haben. Dafür gab es Applaus von den Zuhörern, darunter zahlreiche NPD Mitglieder. „Blockaden verkürzen Pegida Demo“ weiterlesen

Pegida, eine Plattform für Verschwörungstheorien?

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Während der 48. Pegida München Demonstration am Montag den 29. Februar propagierte ein Redner zahlreiche Verschwörungstheorien. Der anschließende „Spaziergang“ wurde durch eine Sitzblockade kurz unterbrochen.

Bei starkem Schneeregen versammelte sich Pegida München mit gerade einmal 100 Teilnehmer*innen vor dem Reiterdenkmal am Odeonsplatz. Einer der Redner fiel durch seine Begeisterung für geschichtsrevisionistische und verschwörungstheoretische Thesen besonders auf, weshalb wir anschließend zwei Zitate analysieren.

„Das ist unser Land und wir, nur wir entscheiden wer zu uns kommen darf und wer die Verantwortung trägt in seiner eigenen Heimat für Bildung, Sicherheit, Wohlstand und Wachstum zu sorgen. Weder sind wir verantwortlich für den Ausbruch des 2. Weltkriegs noch für das Elend im gesamten Ausland.“

Die Aussage „Wir sind nicht verantwortlich für den Ausbruch des 2. Weltkriegs“ lässt sich auf zwei verschiedene Weisen interpretieren. Einerseits kann es als eine Art Anspielung auf die Forderung „Schluss mit dem deutschen Schuldkult“ gemeint sein, die bei Pegida Demonstrationen in Dresden mehrfach propagiert wurde. Damit ist gemeint, dass jetzige Generationen nicht mehr für die Fehler vergangener Generationen verantwortlich gemacht werden dürften. „Pegida, eine Plattform für Verschwörungstheorien?“ weiterlesen

Pegida München im neuen Jahr

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Seit einem Jahr marschiert das rassistische und rechtspopulistische Pegida Bündnis durch München. Insgesamt 40 Demonstrationen hat der Verein in diesem Jahr abgehalten. Mit einer Demonstration am Montag Abend und täglichen Kundgebungen auf dem Marienplatz macht Pegida München klar, in diesem Jahr will man noch öfter auftreten und umso mehr provozieren.

Schon im Vorfeld hatten zahlreiche Medien erneut über Pegida München berichtet. Die Rede war von einer Radikalisierung der Münchner Pegida Ablegers, der seit Anfang Oktober durch den Bayerischen Verfassungsschutz beobachtet wird. Grund dafür ist, dass gerade die Führungsebene, also der Pegida München Vorstand, laut Innenminister Herrmann in Teilen rechtsextremistische Züge aufweisen soll. Herrmann wörtlich: „… jedenfalls einige, die da in der Führung zugange sind, rechtsextremistische Züge haben“. „Pegida München im neuen Jahr“ weiterlesen

Pegida – Ein Vorstand unter Terrorverdacht

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Pegida München versammelte sich an diesem Montag den 05. Oktober erneut vor der Feldherrnhalle. Die anwesenden Wutbürger*innen bilden eine bedrohlich Kulisse und Atmosphäre. Zu schrecklich heroischer Musik marschierten auch wieder stadtbekannte Neonazis auf.

Zur Erinnerung, die Feldherrnhalle ist der Ort, an dem 1923 der Hitler-Putsch stattfand. Nach der Machtergreifung 1933 gedachten die Nationalsozialisten dem Putsch und den gefallen Putschisten jedes Jahr mit einem sogenannten „Marsch auf die Feldherrnhalle“. Bürger*innen mussten bis zur Befreiung durch die Amerikaner 1945 beim Vorbeigehen an der Gedenktafel die getöteten Putschisten mit einem Hitlerguß ehren. Wer nicht an der Gedenktafel vorbei gehen wollte ging durch die Viscardigasse, die dadurch den Spitznamen „Drückebergergasse“ erhielt. Am Montag war genau diese Gasse von der Münchner Polizei mit Absperrgittern gesperrt worden. Eine Farce für den CSU Stadtrat Marian Offman, der mehr Sensibilität für die Münchner Gegebenheiten forderte. „Pegida – Ein Vorstand unter Terrorverdacht“ weiterlesen

Pegida München – Marsch zum Siegestor

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Pegida München wird nicht müde. Montag für Montag marschieren um die 100 Teilnehmer*innen durch die Münchner Innenstadt. An diesem Montag den 21. September erneut vorbei an Orten, die in klarer Verbindung zum Nationalsozialismus stehen.

Das Verwaltungsgericht hatte die Route genehmigt und das erneute Verbot durch das KVR aufgehoben. So kam es das auch in dieser Woche Pegida München zusammen mit stadtbekannten Neonazis wie Thomas Schatt (Der III. Weg, verurteilter Rechtsterrorist) und Petra K. (Brigade Giesing) vor der Feldherrnhalle demonstrieren durfte.

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Pegida München – „spaziert gerne rechts“!

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Gerade einmal etwa 150 Teilnehmer*innen versammelten sich am Montag, den 14. September am Stiglmaierplatz zur Pegida München Kundgebung und Demonstration. Als Rednerin war seit Wochen Tatjana Festerling angekündigt, die im Juli noch in Dresden für Pegida zur Oberbürgermeisterwahl angetreten war. Festerling erhielt damals 9,6% der Stimmen.

Pegida München hatte auch in dieser Woche eine Route über den Königsplatz, vorbei am NS-Dokumentationzentrum, über den Karolinenplatz zur Feldherrnhalle angemeldet. In der letzten Woche hatte sich München ist Bunt und Stadtratsmitglieder von Bündnis90/Die Grünen beschwert, da Pegida an geschichtsträchtigen Orten mit klarem Bezug zum Nationalsozialismus marschieren durfte.

Das KVR verteidigte seine Entscheidung zu Anfangs damit, man hätte lediglich zwei Neonazis unter den Pegida Demonstrant*innen gesehen. Diese Aussage ist bewiesenermaßen falsch, was wohl auch das KVR gegen Ende letzter Woche erkannte und die Route für diese Woche Montag verboten hatte. Pegida München reagierte umgehend, klagte vor dem Verwaltungsgericht gegen das Verbot und bekam Recht. „Pegida München – „spaziert gerne rechts“!“ weiterlesen

Münchner Mahnwachen Spezial

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Am Samstag, dem 18. Juli fand in München das „Mahnwachen Spezial“ der Münchner Mahnwache für den Frieden am Wittelsbacherplatz statt.

Die Mahnwachen für den Frieden gibt es seit Anfang 2014. Sie haben ihren Ursprung in Berlin. Die Initiative geriet schnell in Verruf, nachdem mehrfach Neurechte, Verschwörungstheorethiker*innen und Antisemit*innen als Redner auftraten. Zum „Mahnwachen Spezial“ war auch die Band Die Bandbreite aufgetreten, die sich selbst als „Politpopband“ bezeichnet. Ihr wird vorgeworfen, in ihren Texten verschwörungstheoretische, sexistische, homophobe, sekundär antisemitische und antiamerikanische Positionen zu vertreten, was die Band stets mit „Das haben wir anders gemeint.“ oder „Das ist Satire“ abwiegelt. „Münchner Mahnwachen Spezial“ weiterlesen

PEGIDA München – Immer das Gleiche

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Am Montag den 13.Juli dieser Woche trafen sich erneut die Pegida München-Anhänger*innen in der Seidelstraße zu ihrer Kundgebung und anschließenden Demonstration.

Die Redebeiträge waren wie in den letzten Wochen von rassistischen, islam- und ausländerfeindlichen Inhalten geprägt. Zum ersten Mal sprach in dieser Woche Reinhard Hornberger (Münchner Bezirksvorsitzender der Republikaner), der zuletzt bei zahlreichen Kundgebungen zusammen mit Michael Stürzenberger aufgetretenen war. Vor dem Beginn der Demonstration gesellten sich, wie in der letzten Woche, 4 Neonazis zu den Pegida Demonstrant*innen, darunter:  Petra K. (Brigade Giesing) und Dan Eising (Die Rechte Nürnberg, Nügida).

In der letzten Woche war ein Foto aufgetaucht, auf dem Pera K. mit Hitlergruß posiert (München Nazifrei berichtete). Dennoch kam es zu keiner verbalen oder räumlichen Distanzierung zwischen Pegida München und den Neonazis. Im Anschluss marschierte Pegida München mit neuem Fronttransparent und auf der altbekannten Route in Richtung Innenstadt. „PEGIDA München – Immer das Gleiche“ weiterlesen