Pegida München – Angriffe auf Pressevertreter

Ein Erfahrungsbericht

Am 22. Juni versammelte sich erneut Pegida München, diesmal jedoch in der Nymphenburger Straße.

Während die Demonstrant*innen wie gewohnt ihre Anlage, Pavillon und Fahnen aufbauten, liefen plötzlich mehrere Polizeieinheiten des USK in Richtung Sandstraße. Uns Journalist*innen riefen sie zu: „Es gibt nichts zu sehen!“, was wir ihnen nicht glauben wollten und ihnen im Sprint hinterher liefen. Es stellte sich heraus, dass es an der Ecke Karlstraße / Denisstraße zur Konfrontation gekommen war zwischen drei Neonazis, darunter Karl-Heinz Statzberger (Der III. Weg, verurteilter Rechtsterrorist) und Petra K. (Brigade Giesing)  und Gegendemonstrant*innen. Die Polizei begann mehrere auf der Straße herum liegende Steine und Flaschen als Beweismittel einzutüten, während die Nazis zur Befragung in eine Nebenstraße gebracht wurden.

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Die Freiheit Kundgebung zum 17. Juni

Artikel

Am 17. Juni rief die rechtspopulistische Partei Die Freiheit in der Münchner Fußgängerzone zu einer Kundgebung auf unter dem Motto „Gedenken an den Aufstand in der DDR – gegen jegliche linke Gesinnungsdiktatur“.

Bereits der von Michael Stürzenberger auf Facebook veröffentlichte Aufruf zur Kundgebung enthält zahlreiche falsche Behauptungen und verdrehte Fakten. Stürzenberger behauptet z.B. „die KZ’s zur Inhaftierung politischer Gegner wurden in der DDR nahtlos Weiterbetrieben“ (KZ steht für Konzentrationslager). Konkret begründete er dies in seiner Rede mit dem KZ Buchenwald, das nach Ende des 2. Weltkriegs durch die sowjetischen Besatzer zu einem Speziallager für politische Gefangene umgewandelt worden war. Die Haftbedingungen verbesserten sich dadurch nicht wesentlich, wodurch bis zur Schließung 1950 7000 Menschen ums Leben kamen.

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Pegida München Aufmarsch – The same procedure

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In dieser Woche traf sich am Montag den 15. Juni erneut Pegida München am Stiglmaierplatz zu ihrer Kundgebung und anschließender Demonstration.

Der erste Redebeitrag stammte vom Redner Heinz der seit Wochen bei Pegida München dabei ist. Heinz erzählte von seinen Erfahrungen beim Wahlkampf von Tatjana Festerling die in Dresden zur Oberbürgermeisterwahl angetreten war. Pegida München war mit einer Gruppe von Aktivist*innen nach Dresden gefahren um Tatjana Festerling beim Wahlkampf zu unterstützen.

Heinz der Menschen eigentlich nicht mag da sie „dumm, egoistisch und faul sind“ stand in Dresden mehrere Stunden mit zwei Wahlplakaten vor einem Supermarkt. Besonders begeistert war er davon, dass einige Menschen mit ihm dem „lebendigen Plakat“ Mitleid hatten und ihm etwas zu trinken brachten.

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Pegida München – Rassismus im strömenden Regen

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Am Montag den 8. Juni traf sich erneut Pegida München am Stiglmaierplatz um erneut durch die Münchner Innenstadt zu ziehen. Es versammelten sich rund 50 Personen um die Demoanmelderin Birgit Weißmann die trotz des strömenden Regens demonstrierten.

Erneut wurden rassistische Reden gehalten, in deren Fokus in dieser Woche besonders die Partei Bündnis 90/ Die Grünen stand. Deren Mitglieder und Führungspersonen wurden vom Redner „Manfred“ als „Zivilversager“ bezeichnet. Bei der Erwähnung der in Deutschland lebenden Schwulen und Lesben reagierten die Pegida Teilnehmer*innen mit „Buh und Pfui“ rufen was zeigt das Pegida München klar homophob ist.

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Pegida Hand in Hand mit der Münchener Naziszene

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Am 1 Juni versammelte sich erneut Pegida München nach einer einwöchigen Pause in der Nähe des Stiglmaierplatzes.

In dieser Woche jedoch an einem neuen Standort in der Dachauerstraße, da sich das Volkstheater über die montägliche Demonstration und Kundgebung beschwert hatte. Theatergäste mussten seit Wochen entweder von der Polizei durch das Absperrgitter hindurch gelassen werden oder sich durch die Gegendemonstrant*innen zum Eingang vorkämpfen.

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Pegida München – Rechspopulist*innen und Rassist*innen

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Wie in den letzten Wochen traf sich Pegida München auch in dieser Woche zu Kundgebung und Trauermarsch um 19:00 Uhr am Stiglmaierplatz.

Zu Beginn der Kundgebungen wurden einige Journalist*innen durch Christian H. Unteranderem mit „Scheiß linke, Scheiß Ossi und Scheiß Sachse“ beleidigt. Er selbst trug ein Schild mit der Aufschrift „Linkssein ist scheiße, ihr seid die Beweiße!“ [Rechtschreibung im Original].

Eine der ersten Reden hielt Birgit Weißmann die die Kundgebung angemeldet hatte. Sie stellte Unteranderem die These auf das Deutschland die meisten Flüchtlinge weltweit aufnimmt und das Länder mit einem hohen muslimischen Bevölkerungsanteil nahezu keine Flüchtlinge aufnehmen würden. Schaut man sich die offiziellen Statistiken hierzu an, so ergibt sich folgendes Ranking: Pakistan 1,6 Millionen aufgenommen Flüchtlinge, Iran 875.400, Libanon 856.500 Jordanien 641.900 und auf Platz fünf die Türkei mit 609.900 aufgenommen Flüchtlingen.

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14. Pegida München Aufmarsch

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Wie jeden Montag demonstrierte auch in dieser Woche Pegida München wieder durch die Innenstadt. Die Demo Route und das Prozedere sind hierbei seit mehreren Wochen gleich. Nach einer Auftaktkundgebung mit schrecklich übersteuerter Musik und einigen rechtspopulistischen und rassistischen Redebeiträgen marschierte man in Richtung Stachus und alten botanischen Garten.

Von dort aus ging es dann wieder zurück zum Stiglmaierplatz. Die Reden waren in dieser Woche besonders durch das Thema Flüchtlinge geprägt, hierbei wurden zahlen verdreht, wie z.B. die Anzahl der Flüchtlinge die im Jahr 2014 in Deutschland aufgenommen wurden. Deutschland liegt hierbei mit circa 200.000 aufgenommenen Flüchtlingen im europäischen Vergleich pro Einwohner gerade mal auf Platz 6. Redner Roland forderte hier ein „ Zuwanderungsverhinderungsgesetz“, da die Sozialkassen durch die Flüchtlinge gesprengt würden.

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BAGIDA ändert Namen in PEGIDA München

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Wie in der letzten Woche marschierte auch an diesem Montag den 04. April Bagida unter dem neuen Namen Pegida München durch die Münchener Innenstadt.

Die Route des Spaziergangs verlief wie in den letzten Wochen vom Stiglmaierplatz zum Stachus und am alten botanischen Garten zurück zum Stigelmaierplatz. Zu den rund 110 Teilnehmer*innen zählten: Michael Stürzenberger (Die Freiheit), Manuel G., Peter M. (Die Rechte Aktivist), Marion B. (Die Freiheit), Birgit Weissmann (Bagida Demo Anmelderin und Die Freiheit), Stefan Werner (Pro Deutschland früher NPD), Stefan S. (Die Rechte Sympathisant), Maria F. (Die Freiheit) und Christian H. (Die Freiheit).

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BAGIDA Aufmarsch am 16.03.15

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Montag 16. März

Wie in den letzten Wochen marschierte auch in dieser Woche Bagida durch Münchens Straßen. Der Startpunkt der Demo war wie in der letzten Woche der Stiglmaierplatz wo eine kurze Auftaktkundgebung abgehalten wurde. Die wohl brisanteste Rede hielt die Bagida Demo Anmelderin Birgit Weißmann mit Sätzen wie „man ist bereits dabei, das Bargeld abzuschaffen“ und „Auch der Ökofaschismus stört. Die Energiewende war illegal. Kein Kanzler hat das Recht, über Nacht Kraftwerke abzuschalten, weil in Japan eine Katastrophe ist“.   Dabei vermischte sie politische Forderungen mit Verschwörungstheorien und purem Rechtspopulismus.

Im weiteren Verlauf zog die Demonstration zum Karlsplatz Stachus und dann zurück zum Stiglmaierplatz. Während der gesamten Demonstration skandierten die Teilnehm*innen Naziparolen wie „Hasta la vista, Antifaschista“, gegen die „Rotfaschisten„ und „Wer Deutschland nicht liebt, soll Deutschland verlassen!“

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Bagida Demonstration in München

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Gegen 19:30 Uhr versammelten sich circa 350 Bagida Aktivist*innen am Goetheplatz in München, um in Richtung Poccistraße zu laufen. Dort veranstalteten sie eine Kundgebung.

Zwischendurch kam es zu einer Provokation rechtsextremer Teilnehmer, welche eine Fahne enthüllten. Die Polizei prüft hier eine Anzeige wegen dem zeigen verfassungsfeindlicher Symbole. Die gesamte Bagida Kundgebungn war vor allem durch Die Freiheit Mitglieder wie Michael Stürzenberger, Robert M. und Birgit Weißmann dominiert, welche erneut massiv gegen den Islam hetzten. Die Kundgebung wurde durch Pfiffe und Sprechchöre der circa 1000 Gegendemonstrant*innen begleitet.

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