Pegida München – Suche nach den Brandstiftern

Artikel und Bildergalerie

Der montägliche Pegida „Spaziergang“ am 4. April startete auch in dieser Woche vor dem Reiterdenkmal am Odeonsplatz. Obwohl der Brandanschlag auf das Pegida Auto die Gemüter erhitzt hatte, kamen lediglich rund 150 Pegida Teilnehmer*innen. Auf der Gegenseite demonstrierten weit über 300 Münchner*innen.

Hauptthema der Redebeiträge war in dieser Woche, wie zu erwarten, der „Brandanschlag“ auf das Pegida München Auto in der Nacht vom 28. März, bei dem das Fahrzeug nahezu vollständig zerstört wurde. Pegida hat in der Zwischenzeit ein neues Fahrzeug beschafft, das nach Pegida-Angaben ein ehemaliges ausgemustertes Polizeifahrzeug ist. Obwohl es keine Hinweise auf die Täter*innen gibt, sind die „geistigen Brandstifter*innen“ für die Pegida Redner längst klar.

Wahlweise sind es Mitglieder des a.i.d.a.-Archivs, die Leiterin der Fachstelle gegen Rechtsextremismus Miriam Heigel, die Facebookseite München Nazifrei oder der Münchner Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) höchst persönlich. „Pegida München – Suche nach den Brandstiftern“ weiterlesen

Pegida, eine Plattform für Verschwörungstheorien?

Artikel und Bildergalerie

Während der 48. Pegida München Demonstration am Montag den 29. Februar propagierte ein Redner zahlreiche Verschwörungstheorien. Der anschließende „Spaziergang“ wurde durch eine Sitzblockade kurz unterbrochen.

Bei starkem Schneeregen versammelte sich Pegida München mit gerade einmal 100 Teilnehmer*innen vor dem Reiterdenkmal am Odeonsplatz. Einer der Redner fiel durch seine Begeisterung für geschichtsrevisionistische und verschwörungstheoretische Thesen besonders auf, weshalb wir anschließend zwei Zitate analysieren.

„Das ist unser Land und wir, nur wir entscheiden wer zu uns kommen darf und wer die Verantwortung trägt in seiner eigenen Heimat für Bildung, Sicherheit, Wohlstand und Wachstum zu sorgen. Weder sind wir verantwortlich für den Ausbruch des 2. Weltkriegs noch für das Elend im gesamten Ausland.“

Die Aussage „Wir sind nicht verantwortlich für den Ausbruch des 2. Weltkriegs“ lässt sich auf zwei verschiedene Weisen interpretieren. Einerseits kann es als eine Art Anspielung auf die Forderung „Schluss mit dem deutschen Schuldkult“ gemeint sein, die bei Pegida Demonstrationen in Dresden mehrfach propagiert wurde. Damit ist gemeint, dass jetzige Generationen nicht mehr für die Fehler vergangener Generationen verantwortlich gemacht werden dürften. „Pegida, eine Plattform für Verschwörungstheorien?“ weiterlesen

Pegida München „Ein Totengräber für Angela Merkel“

Artikel und Bildergalerie

Pegida München demonstrierte am Montag den 7. Dezember erneut am Odeonsplatz vor dem Reiter Denkmal. Noch vor Beginn der eigentlichen Pegida Kundgebung wurde Ramazan S. (Brigade Giesing, Türkische Nationalisten/Graue Wölfe, Die Rechte ) von der Polizei festgenommen. Er hatte einen Gegendemonstranten mehrfach geschubst. Diesmal konnte selbst die Münchner Polizei nicht mehr wegschauen und nahm ihn nach einem kurzen Handgemenge mit USK-Kräften fest.

Ramazan S. war in der Vergangenheit bereits mehrfach durch gewalttätige Übergriffe und Provokationen gegenüber Gegendemonstrant*innen aufgefallen. So hatte er unter anderem vor den Augen der Polizei am 14.09.15 in eine Sitzblockade getreten. In letzter Zeit versucht er zusätzlich immer wieder Aktivist*innen mit einer Handycam in Anti-Antifa Manier abzufotografieren.
„Pegida München „Ein Totengräber für Angela Merkel““ weiterlesen

AfD Kundgebung gegen „Open Border Kongress“

Artikel und Bildergalerie

Vom 16. bis zum 18. Oktober fand in den Münchner Kammerspielen der Open Border Kongress statt. Ein Anlass für die AfD zu einer Gegenkundgebung am 16. Oktober aufzurufen.

Die Teilnehmer*innen stellten sich während des Kongress die wichtigsten Fragen zu einer humaneren Flüchtlingspolitik: „Welche Alternativen gibt es zu der mörderischen Grenzpolitik Europas? Wie können Geflüchtete und Nicht-Geflüchtete gemeinsam tätig werden? Welche inneren und äußeren Grenzen müssen wir verändern oder einreißen, um eine Gesellschaft der Offenheit und Vielfalt entstehen zu lassen?“

Als Persiflage auf die politische Kriminalisierung von Fluchthelfer*innen hatte das Theater zusätzlich die 2. Internationale Schlepper- und Schleusertagung (ISS) inszeniert. Die Tagung trat nach außen auf wie eine Wirtschaftsmesse, bei der sich die wichtigsten Unternehmen und Organisationen rund um das Thema Schleppen und Schleusen präsentieren. Auch hier soll ein gesellschaftlicher Diskurs darüber angestoßen werden, wie geflüchteten überhaupt die Möglichkeit gegeben werden kann nach Deutschland zu kommen.
„AfD Kundgebung gegen „Open Border Kongress““ weiterlesen

Neonazis erklimmen nach Pegida München Demo die Feldherrnhalle

Artikel und Bildergalerie

Trotz der vielen Schlagzeilen um Pegida München, traten die vermeintlichen Verteidiger*innen des Abendlandes auch am Montag den 12. Oktober wieder mit einer Kundgebung und anschließenden Demonstration auf.

Diesmal hatte man sich den Platz vor dem Bayerischen Staatsministerium des Innern, für Bau und Verkehr ausgesucht der von der Polizei im Vorfeld großräumig abgesperrt wurde. So wurden Fahrradfahrer*innen bereits 200 Meter vor dem Kundgebungsort zum Absteigen und Schieben angehalten, und die Ludwigstraße für den Autoverkehr zwischen Briennerstraße und Von-der-Tann-Straße komplett gesperrt. Zahlreiche vorbeifahrende Münchner*innen waren sichtlich genervt und überrascht, dass es Pegida München immer noch gibt.
„Neonazis erklimmen nach Pegida München Demo die Feldherrnhalle“ weiterlesen

Pegida – Ein Vorstand unter Terrorverdacht

Artikel und Bildergalerie

Pegida München versammelte sich an diesem Montag den 05. Oktober erneut vor der Feldherrnhalle. Die anwesenden Wutbürger*innen bilden eine bedrohlich Kulisse und Atmosphäre. Zu schrecklich heroischer Musik marschierten auch wieder stadtbekannte Neonazis auf.

Zur Erinnerung, die Feldherrnhalle ist der Ort, an dem 1923 der Hitler-Putsch stattfand. Nach der Machtergreifung 1933 gedachten die Nationalsozialisten dem Putsch und den gefallen Putschisten jedes Jahr mit einem sogenannten „Marsch auf die Feldherrnhalle“. Bürger*innen mussten bis zur Befreiung durch die Amerikaner 1945 beim Vorbeigehen an der Gedenktafel die getöteten Putschisten mit einem Hitlerguß ehren. Wer nicht an der Gedenktafel vorbei gehen wollte ging durch die Viscardigasse, die dadurch den Spitznamen „Drückebergergasse“ erhielt. Am Montag war genau diese Gasse von der Münchner Polizei mit Absperrgittern gesperrt worden. Eine Farce für den CSU Stadtrat Marian Offman, der mehr Sensibilität für die Münchner Gegebenheiten forderte. „Pegida – Ein Vorstand unter Terrorverdacht“ weiterlesen

Pegida München – Marsch zum Siegestor

Artikel und Bildergalerie

Pegida München wird nicht müde. Montag für Montag marschieren um die 100 Teilnehmer*innen durch die Münchner Innenstadt. An diesem Montag den 21. September erneut vorbei an Orten, die in klarer Verbindung zum Nationalsozialismus stehen.

Das Verwaltungsgericht hatte die Route genehmigt und das erneute Verbot durch das KVR aufgehoben. So kam es das auch in dieser Woche Pegida München zusammen mit stadtbekannten Neonazis wie Thomas Schatt (Der III. Weg, verurteilter Rechtsterrorist) und Petra K. (Brigade Giesing) vor der Feldherrnhalle demonstrieren durfte.

„Pegida München – Marsch zum Siegestor“ weiterlesen

PEGIDA München – Immer das Gleiche

Artikel und Bildergalerie

Am Montag den 13.Juli dieser Woche trafen sich erneut die Pegida München-Anhänger*innen in der Seidelstraße zu ihrer Kundgebung und anschließenden Demonstration.

Die Redebeiträge waren wie in den letzten Wochen von rassistischen, islam- und ausländerfeindlichen Inhalten geprägt. Zum ersten Mal sprach in dieser Woche Reinhard Hornberger (Münchner Bezirksvorsitzender der Republikaner), der zuletzt bei zahlreichen Kundgebungen zusammen mit Michael Stürzenberger aufgetretenen war. Vor dem Beginn der Demonstration gesellten sich, wie in der letzten Woche, 4 Neonazis zu den Pegida Demonstrant*innen, darunter:  Petra K. (Brigade Giesing) und Dan Eising (Die Rechte Nürnberg, Nügida).

In der letzten Woche war ein Foto aufgetaucht, auf dem Pera K. mit Hitlergruß posiert (München Nazifrei berichtete). Dennoch kam es zu keiner verbalen oder räumlichen Distanzierung zwischen Pegida München und den Neonazis. Im Anschluss marschierte Pegida München mit neuem Fronttransparent und auf der altbekannten Route in Richtung Innenstadt. „PEGIDA München – Immer das Gleiche“ weiterlesen

Pegida München – Neonazis zum Bahnhof eskortiert

Artikel und Bildergalerie

Wie in den letzten Wochen demonstriert auch an diesem Montag, den 6. Juli Pegida München gegen die „Islamisierung“, „kriminelle Ausländer“ und „die da oben“.

Vor dem Beginn der Pegida München Kundgebung wurden mehrere Autos abgeschleppt und ein riesiger Bereich mit Hamburger Gittern abgesperrt. Zahlreiche Anwohner*innen und Geschäftsleute schienen von der montäglichen Beeinträchtigung durch gerade einmal hundert Pegida Demonstrant*innen sichtlich genervt.

Diesmal gelang es dem Gegenprotest aufgrund der Lage wesentlich näher an die Kundgebung heran zu kommen. Rund 80 Aktivist*innen machten ihrem Unmut über die rassistischen und rechtspopulistischen Parolen von Pegida München mit Sprechchören und lauter Musik Luft. Pegida reagierte darauf durch Beschallung aus sämtlichen Lautsprecher in Richtung des Gegenprotestes. „Pegida München – Neonazis zum Bahnhof eskortiert“ weiterlesen

Pegida München – Naziangriff am Hauptbahnhof

Artikel und Bildergalerie

Am Montag den 29. Juni sammelte sich zum 20. Mal Pegida München zum Aufmarsch gegen die angebliche „Islamisierung“ Deutschlands. Der Startpunkt war in dieser Woche in der Seidlstraße, eine Nebenstraße zum Stiglmaierplatz.

Zusätzlich zu den üblichen Rednern sprach diesmal „Ed Utrecht“, der mit echtem Namen Edwin Wagensveld heißt und zuvor bereits bei Pegida Dresden und einer Hogesa Demonstration zusammen mit Heidi Mund und Michael Stürzenberger (Die Freiheit) gesprochen hatte. Wagensveld ist Holländer und betreibt, wenn er nicht gerade auf einer Demonstration eine Rede hält, einen Webshop Der Hollander für Selbstverteidigungswaffen und sämtliche Ausrüstung, die ein Hobbysoldat so braucht. Die Redebeiträge drehten sich hauptsächlich um Themen wie „ die Islamisierung“ und„ein Stopp der Aufnahme von Flüchtlingen“. „Pegida München – Naziangriff am Hauptbahnhof“ weiterlesen