Protestaktionen für Afrin in Hannover

Artikel und Bildergalerie

18.03.18 Hannover - Protestaktionen für Afrin
Am Sonntagnachmittag demonstrierten rund 60 Menschen im Hauptbahnhof von Hannover gegen den türkischen Angriffskrieg auf die nordsyrische Stadt Afrin. Im Anschluss zogen rund 350 Demonstrant*innen lautstark zum Steintor und zurück zum Hauptbahnhof.

Die Polizei hatte anfangs versucht, eine Demonstration im Hauptbahnhof zu verhindern und die Proteste auf den Vorplatz zu verlagern. Dennoch gelangten zahlreiche Demonstrant*innen in den Bahnhof. Dort hielten sie eine etwa einstündige Kundgebung ab, um ihre Solidarität mit den Menschen in Afrin zum Ausdruck zu bringen.

Auf einem Banner forderten die Aktivist*innen „Stoppt den Terror der Türkei auf Zivilisten in Afrin und Kurdistan“ und zeigten Fahnen der kurdischen Volksverteidigungseinheiten YPG und YPJ. Mit der Zeit wuchs die Demonstration auf etwa 350 Menschen an, die anschließend zum Steintor und wieder zurück zum Hauptbahnhof demonstrierten. Zeitgleich kam es in zahlreichen deutschen Städten unter dem Motto „Afrin wird nicht fallen!“ ebenfalls zu Protesten.

Türkei marschiert in Afrin ein

Am Sonntagmorgen waren türkische Truppen und ihre Verbündeten der Freien Syrischen Armee (FSA) in das Stadtzentrum Afrins vorgerückt. Die kurdischen Volksverteidigungseinheiten YPG und YPJ hatten sich zuvor aus der Stadt zurückgezogen. Laut der Nachrichtenagentur AFP plünderten FSA-Angehörige Geschäfte und Häuser. Die türkische Fahne wurde an zahlreichen Häusern und Verwaltungsgebäuden gehisst.

Bildergalerie: