Paris – Ausschreitungen bei 1. Mai Demo

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Am Rande der gewerkschaftlichen 1. Mai Demo in Paris kam es zu schweren Ausschreitungen. Rund 1200 schwarz vermummte Aktivist*innen lieferten sich über zwei Stunden lang Straßenschlachten mit der Polizei. Die Proteste richteten sich in diesem Jahr hauptsächlich gegen die von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron geplanten Reformen im öffentlichen Dienst und bei der Staatsbahn SNCF.

Am frühen Nachmittag versammelten sich die Demonstrant*innen auf dem Place de la Bastille und in den angrenzende Straßen. Anschließend zog die Gewerkschaftsdemo mit über 50.000 Menschen friedlich zum Place d’Italie.

Gleichzeitig vermummten sich hunderte Aktivist*innen auf der Brücke Pont d’Austerlitz, zündeten Pyrotechnik und formierten sich zu einem schwarzen Block. Der versuchte auf einer alternativen Route ebenfalls in Richtung Place d’Italie zu ziehen. Auf der anderen Seite der Brücke begannen die mit Gasmasken und Schutzbrillen ausgestatten Demonstrant*innen die Scheiben und Einrichtung einer McDonalds Filiale zu zertrümmern. Mit Hämmern und Straßenschildern wurde der Asphalt aufgebrochen und zu handgroßen Wurfgeschossen zerkleinert.

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Neonazidemo eskaliert in Plauen

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Die neonazistische Kleinpartei Der III. Weg rief in diesem Jahr zur Teilnahme an einer Demonstration am 1. Mai in der sächsischen Kleinstadt Plauen auf.

Nach der hälfte der Demonstrationsroute lösten die Neonazis die Demonstration auf und attackierten Polizeibeamt*innen mit Fahnenstangen und Pyrotechnik. Die Polizei ging mit Tränengas, Pfefferspray und Wasserwerfern gegen die randalierenden Neonazis vor. Zur gleichen Zeit demonstrierten mehr als 1500 Antifaschist*innen durch Plauen und versuchten zu den Neonazis durchzustoßen, was jedoch aufgrund der großen Polizeipräsenz nicht gelang.

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1. Mai – Ein Hauch von Revolution

Ein Erfahrungsberich

Berlin, Freitag 1. Mai

Es ist kurz vor 18:00 Uhr, ich kämpfe mich durch das Berliner „Myfest“ in Richtung Spreewaldplatz. Die Straßen sind mit gut gelaunten Menschen gefüllt die zu Techno, Dancehall und Raggatek tanzen, ein Durchkommen scheint unmöglich. Am Spreewaldplatz sehe ich den Lauti, der sich bereits einige Hundert Meter die Straße hinunter gekämpft hat. An der Kreuzung Ohlauerstraße Wienerstraße kommt der ganze Demonstrationszug zum ersten Mal zum Stehen. Die Polizei lässt uns nicht weiter laufen, bis die Auflagen verlesen wurden und die Vermummung einiger Demo Teilnehmer*innen abgelegt wurde. „1. Mai – Ein Hauch von Revolution“ weiterlesen