Pegida München Demonstration

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Pegida München trieb es auch am Ostermontag den 28. März auf Münchens Straßen. An der Kundgebung vor der Feldherrnhalle und anschließenden Demonstration beteiligten sich in dieser Woche nur rund 200 Teilnehmer*innen. Gleichzeitig demonstrierten mehr als 350 Münchner*innen gegen die rassistische Hetze und konnten den Pegida Aufmarsch erneut blockieren.

Als erstes sprach in dieser Woche ein Redner, der extra aus Dresden nach München angereist war. Er versuchte die aktuelle „Flüchtlingskrise“ anhand verschiedener Vogelarten zu beschreiben. Er kam zu dem Schluss, dass der Kuckuck der in seiner Geschichte die Flüchtlinge repräsentierte, irgendwann die anderen Vögel aus ihrem Nest schmeißen würde. Auf die Realität bezogen sah der Redner also die Gefahr, dass die deutsche Bevölkerung von den ankommenden Geflüchteten verdrängt wird.

Heinz Meyer zeigte diesmal einen Videobeitrag über die israelische Flüchtlingspolitik mit besonderem Fokus auf dem Umgang mit afrikanisch stämmigen Flüchtlingen. Im Anschluss kommentierte Meyer das Video mit den Worten: „Pegida München Demonstration“ weiterlesen

Pegida München erfolgreich blockiert

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Pegida München marschierte am Montag den 21. März zwar ohne den Rechtspopulisten Jürgen Elsässer, dennoch waren rund 300 Anhänger*innen des fremdenfeindlichen Bündnisses gekommen. Auf der Gegenseite demonstrierten in dieser Woche anlässlich des „Internationalen Tages gegen Rassismus“ rund tausend Menschen, denen es gelang die Pegida Route auf der Hälfte der Strecke zu blockieren.

Der Abend begann mit einer antifaschistischen Demonstration, bei der mehr als 350 Antifaschist*innen unter dem Motto „ Hau ab du Jürgen – Keine Bühne für Pegida, Rassismus und Verschwörungsideologien!“ vom Sendlinger Tor zum Marienplatz zogen.

Die Polizei lies die Demonstration zu Anfang aufgrund verknoteter Seitentransparente nicht los laufen. Dies sollte nicht die letzte Schikane der Münchner Polizei sein. Das Polizeifahrzeug, das vor der Demonstration vorwegfuhr, bremste die Demo kontinuierlich aus. Am Marienplatz drängten Polizeibeamt*innen zusätzlich massiv in den stehenden Demonstrationszug. Eine Provokation der Demonstrant*innen konnte nicht beobachtet werden. „Pegida München erfolgreich blockiert“ weiterlesen

Blockaden verkürzen Pegida Demo

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Pegida München marschierte am Montag den 14. März vom Odeonsplatz entlang der Ludwigstraße zum Siegestor und zurück. Zahlreiche Blockadeversuche zwangen die Pegida Anhänger immer wieder, ihren Marsch zu unterbrechen. Mehr als 300 Münchner*innen demonstrierten gegen den Pegida Aufmarsch.

Pegida München versammelte sich wie jeden Montag vor dem Reiterdenkmal am Odeonsplatz. Als Redner sprach unter anderem der AfD Politiker Thomas Fügner. Wie in den letzten Wochen stellte ein Pegida Demonstrant ein europäisches Land vor, um zu zeigen welche „großartige Kulturen“ es bereits in Europa gibt. Man hatte sich diesmal für Italien entschieden. So sprach der Redner von einer Symbiose zwischen Deutschen und Italienern, denn man würde sich hervorragend ergänzen.

Wie solch eine Symbiose dann tatsächlich aussieht, lässt sich mit einem Rückblick auf die jüngere Geschichte nachvollziehen. Denn während des 2. Weltkriegs bildete Italien zusammen mit Deutschland die „Achse Berlin–Rom“, eine besondere Form der „Symbiose“, die Europa am Ende in den Abgrund stürzen sollte.

Erneut nahm auch der neonazistische Multiaktivist Roland Wuttke (NPD, Die Rechte, Der III. Weg) an der Pegida Demonstration teil. Im Februar war dieser noch als Referent bei einer Vortragsveranstaltung in Berlin aufgetreten, bei der auch die Holocaustleugnerin Ursula Haverbeck einen Vortrag hielt. Vor Ort soll Sie nach Informationen des NDR Magazins Panorama erneut den Holocaust geleugnet haben. Dafür gab es Applaus von den Zuhörern, darunter zahlreiche NPD Mitglieder. „Blockaden verkürzen Pegida Demo“ weiterlesen

Pegida, eine Plattform für Verschwörungstheorien?

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Während der 48. Pegida München Demonstration am Montag den 29. Februar propagierte ein Redner zahlreiche Verschwörungstheorien. Der anschließende „Spaziergang“ wurde durch eine Sitzblockade kurz unterbrochen.

Bei starkem Schneeregen versammelte sich Pegida München mit gerade einmal 100 Teilnehmer*innen vor dem Reiterdenkmal am Odeonsplatz. Einer der Redner fiel durch seine Begeisterung für geschichtsrevisionistische und verschwörungstheoretische Thesen besonders auf, weshalb wir anschließend zwei Zitate analysieren.

„Das ist unser Land und wir, nur wir entscheiden wer zu uns kommen darf und wer die Verantwortung trägt in seiner eigenen Heimat für Bildung, Sicherheit, Wohlstand und Wachstum zu sorgen. Weder sind wir verantwortlich für den Ausbruch des 2. Weltkriegs noch für das Elend im gesamten Ausland.“

Die Aussage „Wir sind nicht verantwortlich für den Ausbruch des 2. Weltkriegs“ lässt sich auf zwei verschiedene Weisen interpretieren. Einerseits kann es als eine Art Anspielung auf die Forderung „Schluss mit dem deutschen Schuldkult“ gemeint sein, die bei Pegida Demonstrationen in Dresden mehrfach propagiert wurde. Damit ist gemeint, dass jetzige Generationen nicht mehr für die Fehler vergangener Generationen verantwortlich gemacht werden dürften. „Pegida, eine Plattform für Verschwörungstheorien?“ weiterlesen

Antisemitismus bei Pegida Bayern

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Zur Bebilderung eines „Artikels“ verwendet Pegida Bayern eine Fotomontage des Plakats zum Film „Der Untergang“ mit dem Titel „Die letzten Tage der Bundesregierung – Der Untergang“. Anstelle von Adolf Hitler prangt Bundeskanzlerin Angela Merkel in der Mitte des Plakats.

Auf der Schirmmütze wurde der Reichsadler und das Hakenkreuz durch das „Auge der Vorsehung“ und einen Davidstern ersetzt. Das Auge der Vorsehung wird von Verschwörungstheoretikern als Symbol der Freimaurer oder Illuminaten gesehen. Sie vermuten dahinter eine globale Verschwörung.

Pegida Bayern (mittlerweile Bayern ist FREI) deutet mit der Symbolik auf eine Verschwörungstheorie hin, die in Pegida-nahen Kreisen eine immer größere Bedeutung erlangt. Es wird behauptet, Angela Merkel sei eine Jüdin, die Deutschland im Auftrag geheimer Kräfte in den Abgrund stürzen würde.

Abgesehen von dem ekelhaften Hitler – Merkel – Vergleich, verwendet Pegida Bayern mit dem Bild antisemitische Codes und spielt damit auf eine angebliche jüdische Weltverschwörung an.

Im dazugehörigen Beitrag behauptet Pegida Bayern dann auch noch, Heinz Meyer (Pegida München Vorstand) hätte bei der Pegida Veranstaltung am 19.10.15 nie Goebbels mit den Worten „Wollt ihr den totalen Krieg!“ zitiert und Angela Merkel mit Hitler verglichen. Er ist jedoch dafür in der letzten Woche zu einer Geldstrafe von 2100€ verurteilt worden.

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Pegida rückt immer weiter nach rechts

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Wie jeden Montag Abend demonstrierte Pegida München auch in diesem Montag den 15. Februar. Startpunkt war wie schon oft das Reiterdenkmal am Odeonsplatz. Rund 200 Pegida Teilnehmer*innen waren gekommen, um sich an der Demonstration und Kundgebung zu beteiligen.

Die Münchner Polizei hatte sich in dieser Woche wohl etwas mit der erwarteten Pegida Teilnehmer*innenzahl verschätzt. Denn man hatte einen gesamten Abschnitt der Ludwigsstraße abgegittert und so das Durchkommen zum Odeonsplatz unmöglich gemacht. Die Gruppe der Gegendemonstrant*innen wurde dadurch gespalten. Die einen auf der Seite des Odeonsplatzes und die anderen auf der Luwdwigstraße stadtauswärts.

Auf der Auftaktkundgebung sprach erneut Fabian, der die Nachrichten und Geschehnisse der letzten Woche kommentierte und im Anschluss das Land Kroatien vorstellte. Heinz Meyer (Pegida München Vorstand) präsentierte ein Video über die bayerische Braukultur „Pegida rückt immer weiter nach rechts“ weiterlesen

Pegida München am Rosenmontag

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Kurzfristig rief Pegida München doch noch zu einem „Spaziergang“ am Rosenmontag auf. Zur Kundgebung und anschließenden Demonstration kamen ca. 180 Teilnehmer*innen während mehr als 200 Münchner*innen lautstark gegen Pegida München demonstrierten.

Pegida versammelte sich erneut vor der Feldherrnhalle, um dort die Auftaktkundgebung abzuhalten. Ein großer Bereich war durch die Polizei mit Hamburger Gittern abgeriegelt und nach und nach trafen die Pegida Teilnehmer*innen ein. „Pegida München am Rosenmontag“ weiterlesen

Der montägliche Pegida München-Wahnsinn

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Erneut demonstrierte Pegida München vor der Feldherrnhalle am Odeonsplatz. Rund 250 Teilnehmer*innen waren gekommen, um wie jeden Montag gegen die „Islamisierung des Abendlandes“ zu demonstrieren.

Heinz M. (Pegida München Vorstand) zeigte wieder mehrere Bilder über eine Videoleinwand. Darunter ein Aufruf, in dem Pegida dem Bundestagsabgeordneten eine Zahlung von 10.000 € verspricht, der einen Misstrauensvotum gegen Angela Merkel beantragt, der dann im Anschluss zur Amtsenthebung führt. An diesem populistischen Aufruf zeigt sich wieder einmal das Demokratieverständnis des Münchner Pegida Vorstandes. Abgesehen davon, dass wahrscheinlich nie ein Bundestagsabgeordneter auf das Angebot eingehen würde, so ist es ein Versuch, Politiker*innen zu bestechen, um den eigenen Willen durchzusetzen.
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Pegida München im neuen Jahr

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Seit einem Jahr marschiert das rassistische und rechtspopulistische Pegida Bündnis durch München. Insgesamt 40 Demonstrationen hat der Verein in diesem Jahr abgehalten. Mit einer Demonstration am Montag Abend und täglichen Kundgebungen auf dem Marienplatz macht Pegida München klar, in diesem Jahr will man noch öfter auftreten und umso mehr provozieren.

Schon im Vorfeld hatten zahlreiche Medien erneut über Pegida München berichtet. Die Rede war von einer Radikalisierung der Münchner Pegida Ablegers, der seit Anfang Oktober durch den Bayerischen Verfassungsschutz beobachtet wird. Grund dafür ist, dass gerade die Führungsebene, also der Pegida München Vorstand, laut Innenminister Herrmann in Teilen rechtsextremistische Züge aufweisen soll. Herrmann wörtlich: „… jedenfalls einige, die da in der Führung zugange sind, rechtsextremistische Züge haben“. „Pegida München im neuen Jahr“ weiterlesen

Chronik 2015: Rechte Umtriebe bei PEGIDA München

Dokumentation extrem rechter Aktivitäten während der montäglichen Pegida München Aufmärsche (früher BAGIDA).

23.12.15 Pegida München relativiert rechtsextremistische Partei

In einem Facebook Post bezeichnet Pegida München die extrem rechte Partei Die Rechte, die wie Pegida München vom Verfassungsschutz beobachtet wird, als lediglich „asylkritisch“.

Facebook Post vom 23.12.15:

„OB Reiters besoldete Hexenjäger erschließen sich noch weitere Tätigkeitsfelder an Schulen. Werben für asylkritische Parteien nennt sich dort jetzt „Neonazi-Aktion gegen Flüchtlingskinder“. Flugblattverteilen nennt sich „rechtsextreme Gewalt“. Diesen Umtrieben soll mit dem Unterrichtsthema „Rassismus“, mit „Konzerten gegen Rechts“ und zivilcouragiertem Mobbing entgegengetreten werden.“

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