Pegida München Aufmarsch – The same procedure

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In dieser Woche traf sich am Montag den 15. Juni erneut Pegida München am Stiglmaierplatz zu ihrer Kundgebung und anschließender Demonstration.

Der erste Redebeitrag stammte vom Redner Heinz der seit Wochen bei Pegida München dabei ist. Heinz erzählte von seinen Erfahrungen beim Wahlkampf von Tatjana Festerling die in Dresden zur Oberbürgermeisterwahl angetreten war. Pegida München war mit einer Gruppe von Aktivist*innen nach Dresden gefahren um Tatjana Festerling beim Wahlkampf zu unterstützen.

Heinz der Menschen eigentlich nicht mag da sie „dumm, egoistisch und faul sind“ stand in Dresden mehrere Stunden mit zwei Wahlplakaten vor einem Supermarkt. Besonders begeistert war er davon, dass einige Menschen mit ihm dem „lebendigen Plakat“ Mitleid hatten und ihm etwas zu trinken brachten.

Sein Bericht wurde von einigen Gegendemonstrant*innen mit einem lautstarken „langweilig“ kommentiert. Zum Abschluss seiner Rede forderte er die Demonstrationsteilnehmer*innen auf man solle die „feigen“ Pressevertreter*innen abfotografieren.

15.06.15 München - Pegida München
Mit gelber Ordnerweste: Stefan S. (Die Rechte Sympathisant, Pegida München Ordner)

Birgit Weißmann (Pegida München Demo Anmelderin und Die Freiheit) sprach in ihrer Rede davon man müsse den „Afrikanern“ eine Familienplanung aufzwingen, um einen massiven Bevölkerungsanstieg zu verhindern. Pegida stilisierte Sie als den letzten Aufstand der Anständigen „diejenigen die wissen, was in diesem Land läuft!“. Des Weiteren müsse man endlich den deutschen „Schuldkult“ ablegen und bezeichnete die Antideutschen Bewegung als die „waren Faschisten“.

Das sich die antideutsche Bewegung aus dem Kampf gegen Faschismus und Antisemitismus entwickelt hat ist diese Aussage komplett absurd. Hier kommt erneut die rechtspopulistische Gesinnung von Pegida München zum Vorschein, deren Redebeiträge völlig undifferenziert sind und lediglich auf die Diffamierung des politischen Gegners abzielen.

Der Redner Hartmut forderte eine Beschränkung des Asylrechts auf europäische Länder, da durch die Aufnahme von Flüchtlingen die öffentliche Ordnung nicht mehr gewährleistet sei, sich Seuchen ausbreiten würden und der Tourismus zusammenbrechen würde. Das andere Länder erfolgreich wesentlich mehr Flüchtlinge aufnehmen und in die Gesellschaft integrieren wird hier gekonnt ignoriert.

Des Weiteren behauptet er das die wöchentlichen rassistischen Pegida Demonstrationen in keinerlei Verbindung zu den Angriffen auf Flüchtlingsheime stehen. Diese Aussage steht jedoch im Gegensatz zur Wirklichkeit, da sich die Angriffe auf Flüchtlingsheime im Jahr 2014 verdreifacht hatten und es im ersten Quartal 2015 bereits 67 Angriffe gab.

15.06.15 München - Pegida München
In der Mitte am Transparent: Maria W. (Die Freiheit)

In dieser Woche kamen circa 70 Teilnehmer*innen darunter: Marion B. (Die Freiheit), Stefan Werner (Pro Deutschland früher NPD), Stefan S. (Die Rechte Sympathisant, Pegida München Ordner eingesetzt), Maria W. (Die Freiheit), Peter M. (Die Rechte Aktivist) und Rolf H. (Die Freiheit).

Während der Demonstration blockierten 2 Gegendemonstran*innen zwei mal erfolgreich die Demonstrationsroute und wurden im Anschluss von der Polizei zur Seite getragen. Am Gegenprotest beteiligten sich auch in dieser Woche zahlreiche Menschen, die die Redebeiträge mit Sprechchören und rufen kommentierten.

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