Münchner Ostermarsch 2016

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Neben vielen anderen Orten in Deutschland fand am Samstag den 26. März auch in München ein traditioneller Ostermarsch statt, an dem sich rund 500 Menschen beteiligten.

Das Münchner Friedensbündnis hatte unter dem Motto „Für eine Welt ohne Krieg, Ausbeutung und Rassismus“ zu einer Auftaktkundgebung am Karlsplatz Stachus aufgerufen. Aufgrund einer defekten Lautsprecheranlage waren die Redebeiträge jedoch kaum zu verstehen. Die anschließende Demonstration zum Max-Joseph-Platz wurde von Trommlergruppen begleitet, die für gute Stimmung unter den Demonstrant*innen sorgten.

26.03.16 München - Ostermarsch
Eine Trommlergruppe begleitete den Ostermarsch

An der Demo nahmen auch einige Verschwörungstheoretiker*innen teil. So trug eine Person ein T-Shirt mit der Aufschrift „Fuck the NWO“ zu deutsch „Fick die neue Weltordnung“. Mit der „neuen Weltordnung“ ist eine geheime Weltregierung gemeint, die von den sogenannten „Eliten“ angeführt wird und die gesamte Welt beherrscht. Diese Verschwörungstheorie geht meist zusätzlich mit einem latenten Antisemitismus einher, da die „Eliten“ als Juden beschrieben werden.

Weitere Teilnehmer trugen T-Shirts und Banner mit unreflektierten antiamerikanischen Inhalten wie z.B. der Aufschrift „US world domination tour – Bombing a country near you“. Auch einige Aktivist*innen der „neuen Friedensbewegung“ liefen im Demonstrationszug mit, fielen jedoch nicht weiter auf.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass dem Münchner Friedensbündnis keine große Mobilisierung mehr zu gelingen scheint, selbst in einer Zeit, in der Krieg und Terror den Alltag prägen und so präsent sind wie schon lange nicht mehr.

3 Gedanken zu „Münchner Ostermarsch 2016“

  1. „T-Shirts und Banner mit unreflektierten antiamerikanistischen Inhalten“. 2 Fragen: 1.Was heißt bitteschön „antiamerikanistisch“? Dieses Wort lese ich hier zum allerersten mal. 2. Was genau war denn an den Inhalten „unreflektiert“? Stimmt es etwa nicht, dass die USA Weltmeister darin sind, andere Länder zu bombardieren und dort völliges Chaos zurückzulassen?

    1. Frage 1: Haben wir korrigiert, es sollte natürlich „antiamerikanische Inhalte“ heißen.
      Frage 2: Die USA bombardieren sicherlich nicht ohne Gründe andere Länder. Hier ist stets der jeweilige Kontext zu beachten. Sie daher unter Generalverdacht zu stellen, sehen wir als unreflektierte Hetze gegen die USA.

      1. Die Gründe sind meiner Meinung nach ziemlich egal, wenn man sieht was das Ergebnis ist. Und ja, wenn die USA andere Länder bombardieren dann tun sie das auch ganz sicher nicht aus politischem Kalkül oder wirtschaftlichen Interessen, sondern weil ihnen das Schicksal der Bevölkerung so sehr am Herzen liegt. Hat man ja an Kobane gesehen. Alles zerbomben und dann die Menschen dort zurücklassen ohne irgendwie zu helfen beim Wiederaufbau der Stadt geschweige denn Kritik an der Türkei für Ihr Embargo. Außerdem kann man nicht wirklich von „Hetze“ sprechen, wenn das T-Shirt -wenn auch natürlich überspitzt- darauf hinweist, wo die USA überall morden. Von dem Drohnenkrieg mit über 99% toten Zivilisten will ich erst gar nicht anfangen.

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