Pegida München und die Nähe zum Rechtsterrorismus

Recherche und Analyse

Am 27. November wurde auf der PEGIDA-München e.V. Facebook Seite ein Beitrag mit dem Titel „Wolfszeit“ veröffentlicht. Der Beitrag* kann bei genauerer Betrachtung und im Zuge einer historischen Analyse rechtsextremer Ideologie durchaus als indirekter Aufruf zur Gewalt verstanden werden.

Im September 1944 gab der Reichsführer der SS, Heinrich Himmler, den Befehl zum Aufbau sogenannter Werwolf Kommandos. Diese sollten hinter den feindlichen Linien operieren und dort Sabotageakte durchführen, Kollaborateure einschüchtern und Angst und Schrecken verbreiten.1 Für den Fall einer Übernahme deutscher Gebiete durch die Alliierten sollte für die Werwolf Einheiten der Guerillakampf im Untergrund, die sogenannte „Wolfszeit“, beginnen. Als ideologischer und taktischer Leitfaden diente das kleine Handbuch „Werwolf. Winke für Jagdeinheiten“, das bis heute in Neonazikreisen verbreitet ist. „Pegida München und die Nähe zum Rechtsterrorismus“ weiterlesen

Neonazi Kundgebung gegen den NSU-Prozess

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Am Dienstag den 03.03.15 versammelten sich 12 Neonazis zu einer Kundgebung der Partei Die Rechte gegen den NSU-Prozess. Die Kundgebung unter dem Motto „Schluss mit dem ‚NSU‚-Schauprozess – Freiheit für Ralf Wohlleben!“ fand vor dem Gerichtsgebäude, in dem der NSU-Prozess verhandelt wird statt.
In den 4 gehaltenen Reden wurden die Opfer des NSU mit Begriffen wie „Dönermorden“ und „Türkenmafia“ diffamiert, das Ende des NSU Prozesses und die Freilassung sämtlich Neonazis aus deutschen Gefängnissen gefordert. Unter den Teilnehmer*innen waren Philipp Hasselbach (Die Rechte-Kreisvorsitzender), Hartmut Wostupatsch (Die Rechte), Roland Wuttke (NPD Funktionär), Victoria Grasser (Die Rechte), Jan R. (Die Rechte), Goesta K. (Die Rechte), Dan Eising (Die Rechte KV Nürnberg) und Peter Meidl (Die Rechte). Die circa 100 Gegendemonstrant*innen protestierten lautstark, bunt entschlossen und kreativ gegen die Kundgebung und übertönten die Neonazis.

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Demo: Keupstraße ist überall!

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Am Dienstag den 20 Januar versammelten sich rund 1400 Demonstrant*innen vor dem Amtsgericht in München, um den Opfern des NSU und insbesondere dem Nagelbombenanschlags in der Kölner Keupstraße am 09. Juni 2004 zu gedenken.

Die Bombe in der Keupstraße war vom Nationalsozialistischen Untergrund gezündet worden und verletzte 22 Menschen. Nach einer kurzen Kundgebung setzte sich der Demonstrationszug mit zahlreichen Transparenten in Richtung Sendlinger Tor in Bewegung. Lautstark wurde Aufklärung im NSU Prozess, die Abschaffung des Verfassungsschutzes und der Kampf gegen jegliche Form von Rassismus und Fremdenhass gefordert. Am Sendlinger Tor gab es eine Abschlusskundgebung.

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