Journalist bei „Freiheit für Palästina“ Kundgebung attackiert

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Die Palästinensische Gemeinde München e.V. organisierte am 29. Juli eine „Kundgebung für die Al-Aqsa-Moschee und das palästinensische Volk“ in der Münchner Fußgängerzone. Ein Aktivist versuchte einem Journalisten seine Kamera zu entreißen, während andere ihn von hinten attackierten.

Die Kundgebung mit knapp unter 100 Teilnehmer*innen wirkte streng hierarchisch organisiert. Ordner positionierten die Kundgebungsteilnehmer*innen mit Fahnen im Halbkreis und drückten Kindern Luftballons mit der Aufschrift „Freiheit für Palästina“ in die Hand. Parolen wie „Sind die Menschen taub und stumm, Israel bringt Kinder um“ und „Freiheit Palästina“ wurden über einen Lautsprecher vorgegeben und von der Menge nachgerufen.

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Antifaschist*innen stören Reformationsjubiläum

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Die Evangelische Kirche feierte am 29. Juni das 500. Jubiläum der Reformation auf dem Odeonsplatz in München mit einem Festakt. Neben einem Bühnenprogramm mit Musik und einer Podiumsdiskussion sprachen Vertreter der Stadt und Politik, wie Alt-OB Christian Ude (SPD), Peter Gauweiler (CSU) und Bürgermeister Josef Schmid (CSU). Mit einem Transparent protestierten Aktivist*innen gegen die Jubiläumsfeier und den Antisemiten Luther.

Im Jahr 1517 soll Martin Luther seine 95 Thesen gegen die Ablasspraxis an die Schlosskirche zu Wittenberg angeschlagen haben. Dieses Ereignis, auch wenn es nach den neusten wissenschaftlichen Erkenntnissen wahrscheinlich nie so stattgefunden hat, markierte den Beginn der Reformation in Deutschland.

In den folgenden Jahren veröffentlichte Luther drei reformatorische Hauptschriften, die den Zerfall des christlichen Abendlandes in mehrere Konfessionen zur Folge hatten. Nach dem Augsburger Religionsfrieden 1555 durften Fürsten frei über die jeweilige Konfession in ihren Ländereien entscheiden. Ihren Höhepunkt erreichten die Spannungen zwischen Protestanten und Katholiken 1618 mit dem Ausbruch des dreißigjährigen Krieges.

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Antisemitismus bei Pegida Bayern

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Zur Bebilderung eines „Artikels“ verwendet Pegida Bayern eine Fotomontage des Plakats zum Film „Der Untergang“ mit dem Titel „Die letzten Tage der Bundesregierung – Der Untergang“. Anstelle von Adolf Hitler prangt Bundeskanzlerin Angela Merkel in der Mitte des Plakats.

Auf der Schirmmütze wurde der Reichsadler und das Hakenkreuz durch das „Auge der Vorsehung“ und einen Davidstern ersetzt. Das Auge der Vorsehung wird von Verschwörungstheoretikern als Symbol der Freimaurer oder Illuminaten gesehen. Sie vermuten dahinter eine globale Verschwörung.

Pegida Bayern (mittlerweile Bayern ist FREI) deutet mit der Symbolik auf eine Verschwörungstheorie hin, die in Pegida-nahen Kreisen eine immer größere Bedeutung erlangt. Es wird behauptet, Angela Merkel sei eine Jüdin, die Deutschland im Auftrag geheimer Kräfte in den Abgrund stürzen würde.

Abgesehen von dem ekelhaften Hitler – Merkel – Vergleich, verwendet Pegida Bayern mit dem Bild antisemitische Codes und spielt damit auf eine angebliche jüdische Weltverschwörung an.

Im dazugehörigen Beitrag behauptet Pegida Bayern dann auch noch, Heinz Meyer (Pegida München Vorstand) hätte bei der Pegida Veranstaltung am 19.10.15 nie Goebbels mit den Worten „Wollt ihr den totalen Krieg!“ zitiert und Angela Merkel mit Hitler verglichen. Er ist jedoch dafür in der letzten Woche zu einer Geldstrafe von 2100€ verurteilt worden.

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Münchner Mahnwachen Spezial

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Am Samstag, dem 18. Juli fand in München das „Mahnwachen Spezial“ der Münchner Mahnwache für den Frieden am Wittelsbacherplatz statt.

Die Mahnwachen für den Frieden gibt es seit Anfang 2014. Sie haben ihren Ursprung in Berlin. Die Initiative geriet schnell in Verruf, nachdem mehrfach Neurechte, Verschwörungstheorethiker*innen und Antisemit*innen als Redner auftraten. Zum „Mahnwachen Spezial“ war auch die Band Die Bandbreite aufgetreten, die sich selbst als „Politpopband“ bezeichnet. Ihr wird vorgeworfen, in ihren Texten verschwörungstheoretische, sexistische, homophobe, sekundär antisemitische und antiamerikanische Positionen zu vertreten, was die Band stets mit „Das haben wir anders gemeint.“ oder „Das ist Satire“ abwiegelt. „Münchner Mahnwachen Spezial“ weiterlesen