Flüchtlinge beenden trockenen Hungerstreik in Nürnberg

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Flüchtlinge beenden Hungerstreik in Nürnberg

Mehrere Flüchtlinge befanden sich in Nürnberg acht Tage im Hungerstreik. Sie forderten eine schnellere Bearbeitung der Asylanträge, Verkürzung der Wartezeit und eine dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung für die Flüchtlinge im Zelt. Viele streikenden leben seit Jahren in Deutschland. Sie fühlen sich vom deutschen Staat allein gelassen und sind zunehmend perspektivlos, da sie zwar in Deutschland geduldet sind jedoch keine Arbeitserlaubnis erhalten. Zusätzlich waren sie vor vier Tage in den trockenen Hungerstreik getreten (kein Essen und kein Trinken), da sich die zuständige Behörde, das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, nicht diskussionsbereit zeigte.

Flüchtlinge beenden Hungerstreik in Nürnberg
Das Protest-Zelt am Hallplatz.

Stadt fordert Ende des Hungerstreiks

Der Gesundheitszustand hatte sich bei einigen Streikenden in der letzten Woche immer wieder verschlechtert, so dass sie zeitweise ins Krankenhaus gebracht werden mussten. Am Abend des 24. September beendeten die Flüchtlinge den Hungerstreik und begannen wieder zu essen und zu trinken. Die Stadt hatte ihnen ein Ultimatum gestellt. Der Hungerstreik sollte bis zum 24. September um 24:00 Uhr beendet werden, ansonsten würde man die Versammlung nicht verlängern. Wären die Streikenden der Forderung nicht nachgekommen, hätte dies wahrscheinlich eine Räumung des Protest-Zelt durch die Polizei bedeutet. Über das Wochenende soll das Protest-Zelt weiter stehen bleiben, um noch mehr Menschen auf die Situation der Flüchtlinge in Deutschland aufmerksam zu machen.