Die Freiheit Kundgebung

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Am Freitag den 24. April hielt die rechtspopulistische Partei Die Freiheit eine Kundgebung am Münchener Sendlinger Tor ab. Die Kundgebung wurde mit dem Ziel beworben, den toten des Völkermords zu gedenken und der Bevölkerung „Fakten und Hintergründe“ zu liefern.
Die gesamte Veranstaltung war durch lange Redebeiträge Unteranderem von Michael Stürzenberger (Landesvorsitzender Die Freiheit), Nicola Nowak (Die Freiheit) und Reinhard Hornberger (Bezirksvorsitzender Die Republikaner) geprägt, welche sich nur zu anfangs um den Völkermord an den Armeniern drehten. Im weiteren Verlauf richteten sich die Reden immer mehr gegen den Islam und Menschen muslimischen Glaubens im Allgemeinen, wie es schon bei vielen Die Freiheit Veranstaltungen der Fall war.
Des Weiteren wurde durch eine Aktivisten das Ende des „deutschen Schuldkultes“ gefordert. Jetzige Generationen hätten keine Schuld an NS-Verbrechen und Schoah mehr. Diese Aussage ist ein Jahr nach den schlimmsten antisemitischen Demonstrationen seit Jahren bedenklich, da das Beteuern der Unschuld nur zum vergessen führen kann. So ist es doch gerade die Aufgabe des Tätervolks künftige Generationen über das Geschehene aufzuklären und das vergessen zu verhindern.

Zu den Teilnehmer*innen zählten zum Großteil Personen, welche Montags bei Bagida mit marschieren darunter: Peter Meidl (Die Rechte), Christian H. (Die Freiheit), Maria F. (Die Freiheit), Ester Seitz (Bagida Aktivistin), Marion B. (Die Freiheit), Robert R. (Die Freiheit), Rolf H. (Die Freiheit). Die circa 20 anwesenden Gegendemonstrant*innen kommentierten die wirren Redebeiträge kreativ und verurteilten die Hetze gegen den Islam.
Michael Stürzenberger (Die Freiheit und regelmäßiger Bagida Redner)
Michael Stürzenberger (Die Freiheit und regelmäßiger Bagida Redner)
Informationen zum Völkermord an den Armeniern:

Am 24. April 1915 deportierte das Osmanische Reich Zigtausende Armenier in Richtung Syrische Wüste. Bei der Deportation starben nach armenischen Angaben bis zu 1,5 Millionen Menschen durch Massaker und Todesmärsche. Ursache waren vereinzelte Aufstände revolutionärer armenischer Gruppen, welche niedergeschlagen werden sollten. Bis heute bestreitet die Türkei den Völkermord obwohl dieser längst als historisch bewiesen gilt. Der deutsche Kaiser sah bei Ermordung der Armenier weg, da er den Verlust des Osmanischen Reichs als Verbündeter im Ersten Weltkrieg nicht riskieren wollte.

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