Der III. Weg Kundgebung in München

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Die aus dem Freien Netz Süd hervorgegangen extrem rechte Partei Der III. Weg veranstaltete am Samstag den 9. April eine Kundgebung am Münchner Hauptbahnhof . Ziel war es für die Demonstration am 1. Mai in Plauen, unter dem Motto „Kapitalismus zerschlagen – für einen deutschen Sozialismus!“ zu mobilisieren. Vor Ort fanden sich lediglich 12 Der III. Weg Aktivist*innen ein, während rund 50 Personen gegen die Kundgebung demonstrierten.

Vor dem Münchner Hauptbahnhof stellten sich die Teilnehmer*innen mit Fahnen und Bannern auf. Wie immer trugen sie ihre standardmäßige Der III. Weg Kluft, die diesmal jedoch durch rote T-Shirts mit der Aufschrift „Arbeiter heraus“ ergänzt wurde. Im Anschluss hielten drei Neonazis, darunter Karl-Heinz Statzberger (Der III. Weg Stützpunktleiter München, verurteilter Rechtsterrorist) und Roy Asmuß (Der III. Weg), ihre vom Blatt abgelesenen Redebeiträge. Unterbrochen wurden die monotonen Reden immer wieder durch vom Band abgespielten krächzenden Rechtsrock.

09.04.16 München - Der III. Weg Kundgebung
Kundgebung gegenüber des Münchner Hauptbahnhofs.

Währenddessen filmte der verurteilte Rechtsterrorist Thomas Schatt (Der III. Weg) zusammen mit Tirza M. (Der III. Weg) außerhalb des abgegitterten Bereichs penetrant die Gegendemonstrant*innen ab. Immer wieder kam es dabei zu Konfrontationen mit Gegendemonstrant*innen, die versuchten, Schatt mit Transparenten abzudrängen. Doch die Münchener Polizei griff beherzt zu und zeigte, was sie bei Pegida München seit Monaten vermissen lässt, nämlich die Durchsetzung der Pressefreiheit, notfalls auch mit Gewalt. So konnte Schatt sichtlich belustig im Schutz der Polizeibeamt*innen weiter als „Pressevertreter“ filmen und provozieren.

09.04.16 München - Der III. Weg Kundgebung, Thomas Schatt, Tirza M.
Thomas Schatt (Der III. Weg, verurteilter Rechtsterrorist) und Tirza M.

Für etwas Abwechslung sorgte lediglich eine ehemalige Der III. Weg Aktivistin auf der Seite der Gegendemonstration, die ihr Partei T-Shirt in Brand setzte und zu den Neonazis in den Käfig warf.

Die Abreise der Neonazis wurde durch die anwesenden Gegendemonstrant*innen erschwert, die sich der Gruppe mit Transparenten in den Weg stellten. Die Polizei versuchte die Lage sichtlich desorganisiert wieder in den Griff zu bekommen und schob die Aktivist*innen zur Seite. Im Hauptbahnhof liefen die Der III. Weg Aktivist*innen dann nochmal zur Höchstform auf. Geschütz von einer Polizeieskorte skandierten sie auf dem Weg zur Weiterfahrt mit dem Zug ihre Parolen.

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