BAGIDA Aufmarsch und Gegenproteste

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Am Montag den 12.01.15 hielt BAGIDA, der offizielle Ableger von PEGIDA eine Demonstration in der Münchner Innenstadt ab. Davor, ab ca. 17:30; hatte sich die Gegenkundgebung versammelt, zu der „München ist Bunt“ unter dem Motto „Platz da! Für ein buntes und weltoffenes München“ aufgerufen hatte.

Gegen 18:00 Uhr hatten sich circa 20.000 Menschen am Sendlinger-Tor versammelt, um die 1500 Bagida Demonstrant*innen mit lautstarkem Protest zu empfangen. Der Gegenprotest war durchwegs „Bunt“ und kreativ, mit vielen Vertreter*innen aus Politik, Musikszene, Religion und anderen Organisationen.

Polizei und Gegendemonstrant*innen am Karlsplatz Stachus
Polizei und Gegendemonstrant*innen am Karlsplatz Stachus
Die Polizei hatte den gesamten Vorplatz der St. Matthäus Kirche mit Hamburger Gittern abgeriegelt, und die Teilnehmer*innen der Bagida Kundgebung eingeschlossen. Als sich der Bagida Protestmarsch in Richtung Stachus in Bewegung setzte, versuchten einige Gegendemonstrant*innen die Absperrung der Polizei zu durchbrechen, um Sitzblockaden zu bilden. Dies scheiterte an dem massivem Polizeiaufgebot, wobei es zu einer Festnahme kam. Am Stachus versuchte Bagida dann eine Kundgebung abzuhalten, diese wurde jedoch durch Pfeifen und lautstarke Sprechchöre der zahlreichen Gegendemonstrant*innen übertönt.
Es fielen besonders ca. 200 extrem rechte Bagida Anhänger*innen auf, die Gegendemonstrant*innen gezielt provozierten. Auch hier kam es zum Versuch, die Absperrungen zu durchbrechen, um die Kundgebung zu stören. Die Polizei reagierte jetzt überaus aggressiv, in dem sie Pfefferspray und Schlagstöcke einsetzte und Transparente zerriss. Gegen 19:30 begann die Polizei die Bagida Aktivist*innen in die U-Bahn zu begleiten.
Um 20:00 Uhr trafen erneut der harte Bagida-Kern und Gegendemonstrant*innen im Hauptbahnhof aufeinander. Hier gelang es Bagida Anhänger*innen aus dem Polizeikessel auszubrechen und Gegendemonstrant*innen zu attackieren, obwohl die Polizei mit zahlreichen Beamt*innen  vor Ort war. Gegen 20:30 Uhr brachte die Polizei die letzten Demonstranten zum Zug.