Antifaschist*innen fordern Freilassung von Aktivisten

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12.09.15 München - Demo Freiheit für Paul
„Freiheit für Paul und alle politischen Gefangenen“ tönte es gestern durch Münchner Innenstadt. Mehr als 400 Antifaschist*innen hatten sich versammelt, um für die Freilassung von Paul und gegen staatliche Repression zu demonstrieren.

Paul hatte zusammen mit mehreren tausend Münchner*innen am 20. Juli gegen Pegida München und Lutz Bachmann demonstriert und war im Anschluss wegen einer „Knüppelfahne“ festgenommen worden. Seitdem sitzt Paul in der JVA Stadelheim in Untersuchungshaft und wartet auf die Hauptverhandlung am 15. September.

Die Demo zieht durch die Straßen
Die Demo zieht durch die Straßen

Startpunkt der Demo war der Karlsplatz Stachus mit ersten Redebeiträgen. Nach einer Weile setzt sich die Demo mit lautstarken „Free, Free Paul!“-Rufen in Bewegung. Es war sicherlich eine der kämpferischsten Demos, die München seit langem gesehen hatte. Zahlreiche Transparente und Fahnen bildeten einen bunten Block, der zahlreiche Passant*innen sichtlich beeindruckte.

Am Sendlinger Tor hielt der Unterstützer*innenkreis seinen Redebeitrag, der nochmal klar machte, dass Paul lediglich aufgrund einer Lappalie festgenommen worden war. Im Glockenbachviertel bildete die Demonstration dann eine „Schildkrötenformation“ mit einem großen „Freiheit für Paul“-Transparent über den Köpfen der Aktivist*innen. Zusätzlich vernebelte roter Rauch die Sicht. Damit hatte die Demonstration die volle Aufmerksamkeit der vorbeigehenden Menschen.

Am Marienplatz wurde dann noch eine Abschlusskundgebung abgehalten. Der Verein Rote Hilfe e.V trug seine Sichtweise auf die staatlichen Repressionsmaßnahmen gegenüber linker Aktivist*innen, die sich an antifaschistischen und antirassistischen Aktionen beteiligen, vor.

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