„München muss wieder die Hauptstadt der Bewegung werden“

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Gerad einmal 45 Teilnehmer*innen konnte Pegida München am Montag, den 24. Juli zur Kundgebung am Marienplatz mobilisieren. Der Pegida Vorstand Heinz Meyer forderte zum Abschluss: „München muss wieder die Hauptstadt der Bewegung werden“. Ein zuvor angekündigter Redner der AfD erschien nicht.

Bei der Kundgebung sprachen neben Pegida München Vorstand Heinz Meyer ein selbsternannter Pater und die Stammredner „Tobi“ sowie der Stadtrat der extrem rechten Bürgerinitiative Ausländerstopp Karl Richter. Meyer sprach in seiner Eingangsrede erneut über Geflüchtete und Migrant*innen und behauptete diese würden die „einheimische Bevölkerung“ am Karlsplatz Stachus „verdrängen“. Wortwörtlich sagte er: „Das ist nicht mehr der Stachus, das ist nicht mehr der Karlsplatz, sondern das ist Klein-Kabul“. Hauptthema war jedoch die Schließung der Pizzeria Casa Mia in Sendling. „„München muss wieder die Hauptstadt der Bewegung werden““ weiterlesen

Neonazis gedenken Holocaustleugner

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Wie in den letzten Jahren hielten Münchner Neonazis eine Mahnwache für den Holocaustleugner und Geschichtsrevisionisten Reinhold Elstner am 25. April ab. Rund 30 Aktivist*innen diverser rechtsextremer Parteien formierten sich in diesem Jahr mit Fackeln und Transparent am Wittelsbacher Platz.

In diesem Jahr hatten sich die Neonazis mit dem Wittelsbacher Platz einen neuen Ort für ihre Kundgebung gewählt. Dessen Lage ist besonders brisant zwischen dem Platz der Opfer des Nationalsozialismus und dem Odeonsplatz. Angemeldet wurde die Kundgebung von dem neonazistischen Multiaktivisten Roland Wuttke (NPD Funktionär, Die Rechte, Der III. Weg). Thomas Schatt wollte sich anfangs nicht zu seinen Kamerad*innen ins Innere des abgesperrten Bereichs begeben. Die Polizei machte jedoch kurzen Prozess und schob ihn unsanft hinein, um eine Konfrontation mit Gegendemonstrant*innen zu verhindern. Der verurteilte Rechtsterrorist Karl-Heinz Statzberger (Der III. Weg Stützpunktleiter München) hielt das Birkenholz Kreutz, auf dem ein Wehrmacht-Stahlhelm platziert war. Neben ihm standen in einer Reihe weitere Neonazis mit Fackeln und Fahnen. Im Hintergrund zeigten mehrere Aktivist*innen ein Transparent mit der Aufschrift „Reinhold Elstner – Dein Tod ist uns Fanal“. „Neonazis gedenken Holocaustleugner“ weiterlesen

Blockaden verkürzen Pegida Demo

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Pegida München marschierte am Montag den 14. März vom Odeonsplatz entlang der Ludwigstraße zum Siegestor und zurück. Zahlreiche Blockadeversuche zwangen die Pegida Anhänger immer wieder, ihren Marsch zu unterbrechen. Mehr als 300 Münchner*innen demonstrierten gegen den Pegida Aufmarsch.

Pegida München versammelte sich wie jeden Montag vor dem Reiterdenkmal am Odeonsplatz. Als Redner sprach unter anderem der AfD Politiker Thomas Fügner. Wie in den letzten Wochen stellte ein Pegida Demonstrant ein europäisches Land vor, um zu zeigen welche „großartige Kulturen“ es bereits in Europa gibt. Man hatte sich diesmal für Italien entschieden. So sprach der Redner von einer Symbiose zwischen Deutschen und Italienern, denn man würde sich hervorragend ergänzen.

Wie solch eine Symbiose dann tatsächlich aussieht, lässt sich mit einem Rückblick auf die jüngere Geschichte nachvollziehen. Denn während des 2. Weltkriegs bildete Italien zusammen mit Deutschland die „Achse Berlin–Rom“, eine besondere Form der „Symbiose“, die Europa am Ende in den Abgrund stürzen sollte.

Erneut nahm auch der neonazistische Multiaktivist Roland Wuttke (NPD, Die Rechte, Der III. Weg) an der Pegida Demonstration teil. Im Februar war dieser noch als Referent bei einer Vortragsveranstaltung in Berlin aufgetreten, bei der auch die Holocaustleugnerin Ursula Haverbeck einen Vortrag hielt. Vor Ort soll Sie nach Informationen des NDR Magazins Panorama erneut den Holocaust geleugnet haben. Dafür gab es Applaus von den Zuhörern, darunter zahlreiche NPD Mitglieder. „Blockaden verkürzen Pegida Demo“ weiterlesen

Pegida München im neuen Jahr

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Seit einem Jahr marschiert das rassistische und rechtspopulistische Pegida Bündnis durch München. Insgesamt 40 Demonstrationen hat der Verein in diesem Jahr abgehalten. Mit einer Demonstration am Montag Abend und täglichen Kundgebungen auf dem Marienplatz macht Pegida München klar, in diesem Jahr will man noch öfter auftreten und umso mehr provozieren.

Schon im Vorfeld hatten zahlreiche Medien erneut über Pegida München berichtet. Die Rede war von einer Radikalisierung der Münchner Pegida Ablegers, der seit Anfang Oktober durch den Bayerischen Verfassungsschutz beobachtet wird. Grund dafür ist, dass gerade die Führungsebene, also der Pegida München Vorstand, laut Innenminister Herrmann in Teilen rechtsextremistische Züge aufweisen soll. Herrmann wörtlich: „… jedenfalls einige, die da in der Führung zugange sind, rechtsextremistische Züge haben“. „Pegida München im neuen Jahr“ weiterlesen

PEGIDA München – Immer das Gleiche

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Am Montag den 13.Juli dieser Woche trafen sich erneut die Pegida München-Anhänger*innen in der Seidelstraße zu ihrer Kundgebung und anschließenden Demonstration.

Die Redebeiträge waren wie in den letzten Wochen von rassistischen, islam- und ausländerfeindlichen Inhalten geprägt. Zum ersten Mal sprach in dieser Woche Reinhard Hornberger (Münchner Bezirksvorsitzender der Republikaner), der zuletzt bei zahlreichen Kundgebungen zusammen mit Michael Stürzenberger aufgetretenen war. Vor dem Beginn der Demonstration gesellten sich, wie in der letzten Woche, 4 Neonazis zu den Pegida Demonstrant*innen, darunter:  Petra K. (Brigade Giesing) und Dan Eising (Die Rechte Nürnberg, Nügida). In der letzten Woche war ein Foto aufgetaucht, auf dem Pera K. mit Hitlergruß posiert (München Nazifrei berichtete)1. Dennoch kam es zu keiner verbalen oder räumlichen Distanzierung zwischen Pegida München und den Neonazis. Im Anschluss marschierte Pegida München mit neuem Fronttransparent und auf der altbekannten Route in Richtung Innenstadt. „PEGIDA München – Immer das Gleiche“ weiterlesen

Pegida München – Naziangriff am Hauptbahnhof

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Am Montag den 29. Juni sammelte sich zum 20. Mal Pegida München zum Aufmarsch gegen die angebliche „Islamisierung“ Deutschlands. Der Startpunkt war in dieser Woche in der Seidlstraße, eine Nebenstraße zum Stiglmaierplatz.

Zusätzlich zu den üblichen Rednern sprach diesmal „Ed Utrecht“, der mit echtem Namen Edwin Wagensveld heißt und zuvor bereits bei Pegida Dresden und einer Hogesa Demonstration zusammen mit Heidi Mund und Michael Stürzenberger (Die Freiheit) gesprochen hatte. Wagensveld ist Holländer und betreibt, wenn er nicht gerade auf einer Demonstration eine Rede hält, einen Webshop Der Hollander für Selbstverteidigungswaffen und sämtliche Ausrüstung, die ein Hobbysoldat so braucht. Die Redebeiträge drehten sich hauptsächlich um Themen wie „ die Islamisierung“ und„ein Stopp der Aufnahme von Flüchtlingen“. „Pegida München – Naziangriff am Hauptbahnhof“ weiterlesen

Pegida Hand in Hand mit der Münchener Naziszene

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Am 1 Juni versammelte sich erneut Pegida München nach einer einwöchigen Pause in der Nähe des Stiglmaierplatzes.

In dieser Woche jedoch an einem neuen Standort in der Dachauerstraße, da sich das Volkstheater über die montägliche Demonstration und Kundgebung beschwert hatte. Theatergäste mussten seit Wochen entweder von der Polizei durch das Absperrgitter hindurch gelassen werden oder sich durch die Gegendemonstrant*innen zum Eingang vorkämpfen.

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14. Pegida München Aufmarsch

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Montag 11. Mai

Wie jeden Montag demonstrierte auch in dieser Woche Pegida München wieder durch die Innenstadt. Die Demo Route und das Prozedere sind hierbei seit mehreren Wochen gleich. Nach einer Auftaktkundgebung mit schrecklich übersteuerter Musik und einigen rechtspopulistischen und rassistischen Redebeiträgen marschierte man in Richtung Stachus und alten botanischen Garten. Von dort aus ging es dann wieder zurück zum Stiglmaierplatz. Die Reden waren in dieser Woche besonders durch das Thema Flüchtlinge geprägt, hierbei wurden zahlen verdreht, wie z.B. die Anzahl der Flüchtlinge die im Jahr 2014 in Deutschland aufgenommen wurden. Deutschland liegt hierbei mit circa 200.000 aufgenommenen Flüchtlingen im europäischen Vergleich pro Einwohner gerade mal auf Platz 6.2 Redner Roland forderte hier ein „ Zuwanderungsverhinderungsgesetz“, da die Sozialkassen durch die Flüchtlinge gesprengt würden.

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12. Bagida Aufmarsch

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Am Montag den 27. April marschierte Bagida nach einer langen Pause erneut durch die Münchener Maxvorstadt.

Die Auftaktkundgebung am Stiglmaierplatz begann um 19:00 Uhr zu der circa 120 Personen kamen. Im Anschluss wurde auf der gleichen Route wie bei den letzten Bagida Aufmärschen in Richtung Hauptbahnhof los marschiert. Auf der Karlstraße gelang es rund 15 Antifaschist*innen die Route für eine halbe Stunde blockieren, bevor die Polizei die Blockade gewaltsam auflöste. Auf Höhe des botanischen Gartens mischten sich die Neonazis Thomas Schatt (verurteilter Rechtsterrorist und Der III. Weg Aktivist) und Petra K. (Brigade Giesing) unter die Bagida Demonstrant*innen und marschierten bis zum Stiglmaierplatz mit. Zu den weiteren Teilnehmern zählten Unteranderem: Manuel G., Peter M. (Die Rechte Aktivist), Marion B. (Die Freiheit), Birgit Weissmann (Bagida Demo Anmelderin und Die Freiheit), Stefan Werner (Pro Deutschland früher NPD), Roland Wuttke (NPD-Funktionär, Der III. Weg und Die Rechte Aktivist) und Renate Werlberger (NPD und BIA). „12. Bagida Aufmarsch“ weiterlesen

Neonazi-Mahnwache vor der Münchener Oper

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Am Samstagabend den 25 April hielten mehrere Münchener Neonazis am Max Josephs Platz vor der Oper eine Mahnwache für Reinhold Elstner ab.

Dieser verbrannte sich 1995 als Protest gegen die Wehrmachtsausstellung vor der Münchener Feldherrnhalle. Die Wehrmachtsausstellung dokumentierte erstmals die Kriegsverbrechen der Wehrmacht während des 2. Weltkriegs und machte sie einer breiten Öffentlichkeit zugänglich. In seinem Abschiedsbrief leugnete der ehemalige Wehrmachtssoldat den Holocaust und bezeichnete Nachkriegsliteratur als unwahr. Unter den 17 Teilnehmern waren Karl-Heinz Statzberger (Verurteilter Rechtsterrorist und Der III. Weg Aktivist), Renate Werlberger (NPD und BIA), Roland Wuttke (NPD-Funktionär), Uwe B., Dominik H. (Der III. Weg) und Sina K. (Der III. Weg). Die circa 100 Gegendemonstrant*innen protestierten lautstark gegen die Mahnwache und übertönten die theatralische Musik der Nazis, welche von einem Autoradio abgespielt wurde mit Sprechchören. Nach circa einer Stunde waren die Fackeln der Nazis herunter gebrannt und das alljährlich verwendete Transparent mit der Aufschrift „Dein Tod ist uns Fanal“ wurde eingerollt. Anschließend machten sie sich im Polizeikessel marschierend auf den Nachhauseweg. Insgesamt kam es zu keinen bedeutsamen Zwischenfällen. „Neonazi-Mahnwache vor der Münchener Oper“ weiterlesen