Pegida München – Sammelbecken der Extremisten

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Am Montag den 11. April marschierte Pegida München mit knapp über hundert Teilnehmer*innen lediglich die Ludwigstraße entlang. Dennoch kam es zu mehreren Blockaden durch Gegendemonstrant*innen, die von der Polizei geräumt wurden.

Heinz Meyer, stolz darauf herausgefunden zu haben, dass es auch in Israel rechte Politiker*innen gibt, zitierte diese wie in der letzten Woche und bezeichnete die Gegendemonstrant*innen als „die nützlichen Idioten von der Antifa“. Im Anschluss kündigte er den ersten Redner Alfred Röck (Club Voltaire 1994) an mit den Worten „Er ist immer witzig, Er ist immer spritzig!“. Zum Einstieg spielte Röck auf seiner Klarinette „Die Gedanken sind frei“, um wohl dem Trompeter auf Seiten der Gegendemonstrant*innen Konkurrenz zu machen. Er traf dabei jedoch gefühlt nur jeden dritten Ton. Seine folgende Rede war von ständigem „Hallo Links!“-Gebrülle und sexistischen Anspielungen geprägt. Anschließend wollte Heinz Meyer beweisen, dass eine politisch linke Einstellung „Patriotismus nicht ausschließt“. Als Beweis führte er unteranderem den KPD Vorsitzenden Ernst Thälmann an, der auch in der „Linken“ mehr als umstritten ist. „Pegida München – Sammelbecken der Extremisten“ weiterlesen

Pegida München erfolgreich blockiert

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Pegida München marschierte am Montag den 21. März zwar ohne den Rechtspopulisten Jürgen Elsässer, dennoch waren rund 300 Anhänger*innen des fremdenfeindlichen Bündnisses gekommen. Auf der Gegenseite demonstrierten in dieser Woche anlässlich des „Internationalen Tages gegen Rassismus“ rund tausend Menschen, denen es gelang die Pegida Route auf der Hälfte der Strecke zu blockieren.

Der Abend begann mit einer antifaschistischen Demonstration, bei der mehr als 350 Antifaschist*innen unter dem Motto „ Hau ab du Jürgen – Keine Bühne für Pegida, Rassismus und Verschwörungsideologien!“ vom Sendlinger Tor zum Marienplatz zogen.

Die Polizei lies die Demonstration zu Anfang aufgrund verknoteter Seitentransparente nicht los laufen. Dies sollte nicht die letzte Schikane der Münchner Polizei sein. Das Polizeifahrzeug, das vor der Demonstration vorwegfuhr, bremste die Demo kontinuierlich aus. Am Marienplatz drängten Polizeibeamt*innen zusätzlich massiv in den stehenden Demonstrationszug. Eine Provokation der Demonstrant*innen konnte nicht beobachtet werden. „Pegida München erfolgreich blockiert“ weiterlesen

Rechte Grenzschützer*innen demonstrieren durch Freilassing

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Am 09. Januar mobilisierte erneut das Bündnis „Wir sind die Grenze“ in den Bayerischen Grenzort Freilassing, um die deutsch-österreichische Grenze symbolisch mit einer Demonstration zu schützen. Im Sommer 2015 waren tausende Flüchtlinge über den Grenzort nach Deutschland eingereist.

Die Demonstration wurde, wie bei der ersten „Wir sind die Grenze“ Demo am 12.12.15, klar von Fahnen und Bannern der Identitären Bewegung dominiert. Die Identitäre Bewegung, die ursprünglich aus Frankreich stammt, ist eine neurechte Jugendbewegung, die seit 2012 in Deutschland auftritt und deren Mitglieder Verbindung in die rechtsextreme Szene unterhalten. Für die Kundgebung hatte auch die Organisation Einprozent mobilisiert, die von den Akteuren der neuen Rechten, Jürgen Elsässer und Götz Kubitschek, unterstützt wird.
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AfD demonstriert durch Freilassing

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Die rechtspopulistische Partei Alternative für Deutschland (AfD) rief am Samstag den 17. Oktober zu einer Demonstration in Freilassing „gegen die Verantwortungslose Politik unserer Regierung“ auf.

Freilassing stand zusammen mit Passau seit Wochen im Mittelpunkt der „Flüchtlingskrise“. Tausende Geflüchtete hatten hier versucht über die Saalachbrücke nach Deutschland einzureisen, waren jedoch von der Polizei aufgehalten worden. Diese brachte die geflüchteten Menschen mit Busen zum Bahnhof, wo sie auf Sonderzüge aufgeteilt wurden. In Freilassing versorgen ähnlich wie in München freiwillige Helfer*innen die ankommenden Menschen mit dem Nötigsten. Der Gegenprotest formierte sich bereits eine Stunde früher unweit der AfD Demo, die zu Beginn eine Kundgebung abhielt.

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Rechte Hetze gegen Geflüchtete

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Die rechtsextreme Kleinstpartei Die Rechte um den Münchner Kreisvorsitzenden Philipp Hasselbach kann es nicht lassen. Wo immer eine Möglichkeit besteht, die demokratische Gesellschaft zu provozieren und herauszufordern, ist Die Rechte vor Ort. So auch an diesem Samstag, den 19. September.

Wochenlang kamen tausende Flüchtlinge am Münchner Hauptbahnhof an und wurden von den Münchner*innen freundlich empfangen, was Die Rechte dazu veranlasste eine Kundgebung gegen Geflüchtete direkt vor dem Hauptbahnhof anzumelden. Ein Schlag ins Gesicht für die Menschen, die seit Wochen ihre Freizeit investieren, um geflüchtete Menschen willkommen zu heißen und wo immer es geht zu helfen. „Rechte Hetze gegen Geflüchtete“ weiterlesen

Rosenheim – keine Stadt für Neonazis

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Am Samstag, den 29. August demonstrierte die extrem Rechte Partei Die Rechte in Rosenheim.

Zuvor hatte Peter Meidl (Stellv. Kreisvorsitzender Die Rechte Rosenheim) wochenlang auf zahlreichen rechten Kundgebungen und Demos Werbung für „seine“ Demo in Rosenheim gemacht. Rund 100 Personen folgten seinem Aufruf und trafen wie immer unpünktlich am Bahnhof in Rosenheim ein. Die Polizei hatte hier einen Kessel aus Hamburger Gittern aufgebaut, in dem sich die Rechten versammelten.

Als Victoria Grasser (Lebensgefährtin von Philipp Hasselbach) die Kundgebung eröffnete, zog eine große Gruppe Antifaschist*innen die Aufmarschstrecke der Nazis mit lauten „Siamo Tutti Antifascisti! – Wir sind alle Antifaschisten!“ rufen entlang und ließen sich zu einer großen Sitzblockade nieder. Die Polizei schien sichtlich überrascht und stellte sich vor der Blockade auf. Währenddessen hielt Philipp Hasselbach (Kreisvorsitzender Die Rechte München) nahezu die gleiche Rede, die er schon bei den zahlreichen Die Rechte Kundgebung in München gehalten hatte. „Rosenheim – keine Stadt für Neonazis“ weiterlesen

Neonazi-Demo in Rosenheim am 29.08.15

Video

Am Samstag, 29. August 2015, demonstrierte die rechtsextreme Partei Die Rechte in Rosenheim. Unter den Teilnehmer*innen befanden sich zahlreiche bekannte Neonazis aus ganz Bayern. Im Video zu sehen sind Peter Meidl, stellv. Kreisvorsitzenden Die Rechte in Rosenheim und Dan Eising von Die Rechte Nürnberg. ► Zum Artikel

NPD Demo in Freising

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Am Samstag, 25. Juli, hielt die Nationaldemokratische Partei Deutschlands (NPD) eine Demo in der Nähe des Kriegerdenkmals in Freising ab.

Die Kundgebung war von 11:30 bis 15:00 angemeldet worden, einige „Kamerad*innen“ verspäteten sich jedoch wodurch erst um 12:30 vom Treffpunkt am Bahnhof in Richtung Kundgebungsort „losmarschiert“ wurde. Etwa 100 Gegendemonstrant*innen hatte sich bereits um das mit Planen verhüllte Kriegerdenkmal eingefunden und empfingen die Nazis mit Sprechchören und Pfiffen. Zum Gegenprotest aufgerufen hatte u.a. das Freisinger Bündnis Freising ist bunt. „NPD Demo in Freising“ weiterlesen

PEGIDA München – Immer das Gleiche

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Am Montag den 13.Juli dieser Woche trafen sich erneut die Pegida München-Anhänger*innen in der Seidelstraße zu ihrer Kundgebung und anschließenden Demonstration.

Die Redebeiträge waren wie in den letzten Wochen von rassistischen, islam- und ausländerfeindlichen Inhalten geprägt. Zum ersten Mal sprach in dieser Woche Reinhard Hornberger (Münchner Bezirksvorsitzender der Republikaner), der zuletzt bei zahlreichen Kundgebungen zusammen mit Michael Stürzenberger aufgetretenen war. Vor dem Beginn der Demonstration gesellten sich, wie in der letzten Woche, 4 Neonazis zu den Pegida Demonstrant*innen, darunter:  Petra K. (Brigade Giesing) und Dan Eising (Die Rechte Nürnberg, Nügida). In der letzten Woche war ein Foto aufgetaucht, auf dem Pera K. mit Hitlergruß posiert (München Nazifrei berichtete)1. Dennoch kam es zu keiner verbalen oder räumlichen Distanzierung zwischen Pegida München und den Neonazis. Im Anschluss marschierte Pegida München mit neuem Fronttransparent und auf der altbekannten Route in Richtung Innenstadt. „PEGIDA München – Immer das Gleiche“ weiterlesen

Pegida München – Naziangriff am Hauptbahnhof

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Am Montag den 29. Juni sammelte sich zum 20. Mal Pegida München zum Aufmarsch gegen die angebliche „Islamisierung“ Deutschlands. Der Startpunkt war in dieser Woche in der Seidlstraße, eine Nebenstraße zum Stiglmaierplatz.

Zusätzlich zu den üblichen Rednern sprach diesmal „Ed Utrecht“, der mit echtem Namen Edwin Wagensveld heißt und zuvor bereits bei Pegida Dresden und einer Hogesa Demonstration zusammen mit Heidi Mund und Michael Stürzenberger (Die Freiheit) gesprochen hatte. Wagensveld ist Holländer und betreibt, wenn er nicht gerade auf einer Demonstration eine Rede hält, einen Webshop Der Hollander für Selbstverteidigungswaffen und sämtliche Ausrüstung, die ein Hobbysoldat so braucht. Die Redebeiträge drehten sich hauptsächlich um Themen wie „ die Islamisierung“ und„ein Stopp der Aufnahme von Flüchtlingen“. „Pegida München – Naziangriff am Hauptbahnhof“ weiterlesen