Pegida München – Suche nach den Brandstiftern

Artikel und Bildergalerie

Der montägliche Pegida „Spaziergang“ am 4. April startete auch in dieser Woche vor dem Reiterdenkmal am Odeonsplatz. Obwohl der Brandanschlag auf das Pegida Auto die Gemüter erhitzt hatte, kamen lediglich rund 150 Pegida Teilnehmer*innen. Auf der Gegenseite demonstrierten weit über 300 Münchner*innen.

Hauptthema der Redebeiträge war in dieser Woche, wie zu erwarten, der „Brandanschlag“ auf das Pegida Auto in der Nacht vom 28. März, bei dem das Fahrzeug nahezu vollständig zerstört wurde. Pegida hat in der Zwischenzeit ein neues Fahrzeug beschafft, das nach Pegida-Angaben ein ehemaliges ausgemustertes Polizeifahrzeug ist. Obwohl es keine Hinweise auf die Täter*innen gibt, sind die „geistigen Brandstifter*innen“ für die Pegida Redner längst klar. Wahlweise sind es Mitglieder des a.i.d.a.-Archivs, die Leiterin der Fachstelle gegen Rechtsextremismus Miriam Heigel, die Facebookseite München Nazifrei oder der Münchner Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) höchst persönlich. „Pegida München – Suche nach den Brandstiftern“ weiterlesen

Antisemitismus bei Pegida Bayern mehr als eine Randerscheinung

Recherche und Analyse

Zur Bebilderung eines „Artikels“ verwendet Pegida Bayern eine Fotomontage des Plakats zum Film „Der Untergang“ mit dem Titel „Die letzten Tage der Bundesregierung – Der Untergang“.

Anstelle von Adolf Hitler prangt Bundeskanzlerin Angela Merkel in der Mitte des Plakats. Auf der Schirmmütze wurde der Reichsadler und das Hakenkreuz durch das „Auge der Vorsehung“ und einen Davidstern ersetzt. Das Auge der Vorsehung wird von Verschwörungstheoretikern als Symbol der Freimaurer oder Illuminaten gesehen. Sie vermuten dahinter eine globale Verschwörung.

Pegida Bayern deutet mit der Symbolik auf eine Verschwörungstheorie hin, die in Pegida-nahen Kreisen eine immer größere Bedeutung erlangt. Es wird behauptet, Angela Merkel sei eine Jüdin, die Deutschland im Auftrag geheimer Kräfte in den Abgrund stürzen würde.

Abgesehen von dem ekelhaften Hitler – Merkel – Vergleich, verwendet Pegida Bayern mit dem Bild antisemitische Codes und spielt damit auf eine angebliche jüdische Weltverschwörung an.

Im dazugehörigen Beitrag behauptet Pegida Bayern dann auch noch, Heinz Meyer (Pegida München Vorstand) hätte bei der Pegida Veranstaltung am 19.10.15 nie Goebbels mit den Worten „Wollt ihr den totalen Krieg!“ zitiert und Angela Merkel mit Hitler verglichen. Er ist jedoch dafür in der letzten Woche zu einer Geldstrafe von 2100€ verurteilt worden.

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Chronik 2015: Rechte Umtriebe bei PEGIDA München

Dokumentation extrem rechter Aktivitäten während der montäglichen Pegida München Aufmärsche (früher BAGIDA). Die Chronik ist nicht vollständig, wird jedoch laufend ergänzt.

23.12.15 Pegida München relativiert rechtsextremistische Partei

In einem Facebook Post bezeichnet Pegida München die extrem rechte Partei Die Rechte, die wie Pegida München vom Verfassungsschutz beobachtet wird, als lediglich „asylkritisch“.

Facebook Post vom 23.12.15:

„OB Reiters besoldete Hexenjäger erschließen sich noch weitere Tätigkeitsfelder an Schulen. Werben für asylkritische Parteien nennt sich dort jetzt „Neonazi-Aktion gegen Flüchtlingskinder“. Flugblattverteilen nennt sich „rechtsextreme Gewalt“. Diesen Umtrieben soll mit dem Unterrichtsthema „Rassismus“, mit „Konzerten gegen Rechts“ und zivilcouragiertem Mobbing entgegengetreten werden.“

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