Neonazi-Mahnwache vor der Münchener Oper

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Am Samstagabend den 25 April hielten mehrere Münchener Neonazis am Max Josephs Platz vor der Oper eine Mahnwache für Reinhold Elstner ab.

Dieser verbrannte sich 1995 als Protest gegen die Wehrmachtsausstellung vor der Münchener Feldherrnhalle. Die Wehrmachtsausstellung dokumentierte erstmals die Kriegsverbrechen der Wehrmacht während des 2. Weltkriegs und machte sie einer breiten Öffentlichkeit zugänglich. In seinem Abschiedsbrief leugnete der ehemalige Wehrmachtssoldat den Holocaust und bezeichnete Nachkriegsliteratur als unwahr. Unter den 17 Teilnehmern waren Karl-Heinz Statzberger (Verurteilter Rechtsterrorist und Der III. Weg Aktivist), Renate Werlberger (NPD und BIA), Roland Wuttke (NPD-Funktionär), Uwe B., Dominik H. (Der III. Weg) und Sina K. (Der III. Weg). Die circa 100 Gegendemonstrant*innen protestierten lautstark gegen die Mahnwache und übertönten die theatralische Musik der Nazis, welche von einem Autoradio abgespielt wurde mit Sprechchören. Nach circa einer Stunde waren die Fackeln der Nazis herunter gebrannt und das alljährlich verwendete Transparent mit der Aufschrift „Dein Tod ist uns Fanal“ wurde eingerollt. Anschließend machten sie sich im Polizeikessel marschierend auf den Nachhauseweg. Insgesamt kam es zu keinen bedeutsamen Zwischenfällen. „Neonazi-Mahnwache vor der Münchener Oper“ weiterlesen